Autor Thema: Kindererziehung  (Gelesen 7361 mal)

Muse

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Kindererziehung
« am: 16. August 2012, 23:06:31 »
Ich bin grad sooo geladen dass ich nicht schlafen kann - jetzt brauch ich ein paar dritte Meinungen  ;)

Mir wurde vorhin an den Kopf geworfen dass ich Laura nicht erziehe weil ich zu nett zu ihr bin. Als Beispiel wurde gesagt dass ich gesagt habe: "Laura, kommst du bitte zum Anziehen."

Ja, ich sage bitte und danke zu unserem Kind, sie machts auch weil wir es eben vorleben.

Laut dieser Person ist das aber keine angemessene Kinderstube. ICH seh anziehen nur nicht als Erziehung an  ;)

Also - wie sehr ihr das!

Ehrliche Meinungen erwünscht! Ich werde auch nichts editieren/löschen/schließen  ;D

Muse

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #1 am: 16. August 2012, 23:08:49 »
Nein, ich kanns mir nicht verkneifen  ;D
Laura war 10 Minuten später fertig eingecremt, angezogen und hatte Zähne geputzt.

Das Kind unserer (nun wohl Ex-) Freunde hat noch ne halbe Stunde gebrüllt bevors fertig war  S:D


Sweety

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« Antwort #2 am: 16. August 2012, 23:34:52 »
ICH seh anziehen nur nicht als Erziehung an  ;)

Also ICH schon ;D

Jede Interaktion mit meinem Kind ist quasi Erziehung, weil ich ja was vermittle. Sei es bewusst und beabsichtigt, sei es eben "einfach so" durch vorleben.

Und daher bin ich voll auf deiner Seite. Okay - manche Dinge frage ich nicht, sondern ordne an. Ich bin doch nicht blöd und frage Costa abends, ob er ins Bett will S:D

Aber ja - einen höflichen Umgangston miteinander halte ich absolut für eine gute Kinderstube. Auch den Kindern gegenüber.
Woher sollen sie es denn sonst haben?
Die Methode des Anbrüllens, dass man verdammte Kacke nochmal höflich zu sein hat und keine verfluchten Schimpfworte zu benutzen hat, finde ich eher kontraproduktiv und tendenziell sinnlos ;D ;D


LILA

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #3 am: 16. August 2012, 23:39:19 »
Ich sehe das genauso.

Und seit ich es so mache läuft es viiiiel besser. Es gab Zeiten, da war ich echt gereizt und es fiel mir schwer Gedult aufzubringen. Da waren es tatsächlich meist Anweisungen, die ich gab. Es klappte trotzdem nicht. Und ich konnte mich selbst nicht leiden dabei.  :-[

Seit es mir wieder richtig gut geht und ich gelassen bin, läuft alles gut. Ich spreche höflich mit den Kindern und sage auch zu ihnen "Bitte" und "Danke". Warum auch nicht?
Und ich gebe dir absolut Recht - so klappt es viel besser und stressfreier.

Und ja ich freue mich auch immer, wenn meine Taktik aufgeht und andere Eltern sich das Leben unnötig schwer machen.  S:D ;D

LG, KAthrin



Sweety

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #4 am: 16. August 2012, 23:53:17 »
Ich glaube, das nennt man in der Wirtschaft "Führen durch Vorbild" ;D

Muse

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #5 am: 17. August 2012, 00:27:01 »
 ;D Okay Sweety, meine ist schon 5, da ist Anziehen wohl "normal"  ;)
(bis auf die Frage welches Kleid ihr heute gefällt)

Und klar gibt es Situationen (z.B. Strassenverkehr) in denen ich null freundlich bin sondern nur Anweisungen gebe die dann auch eingehalten werden. Und wenn bei was Gefährlichem was schief läuft kann ich auch richtig fuchtig werden  S:D

Aber ich seh freundliche Aufforderungen jetzt nunmal nicht als schlechte Kinderstube an  ;)

" Führung durch Vorbild" muss ich mir merken - morgen geht hier die Diskussion bestimmt weiter  S:D Wobei ich dann wohl nicht mehr verhindern kann dass mein Mann explodiert  ;)

Lila - danke  :-* Mir gehts ganz genauso. Seitdem ich hier freundlich rede und kleine Zugeständnisse mache läuft es einfach stressfreier für alle  :)

Wuuuuusaaaaaa - geladen bin ich trotzdem noch  :P

LILA

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #6 am: 17. August 2012, 01:10:44 »
Ach Muse, manche wollen das einfach nicht verstehen. Die suchen nur nach Argumenten warum das nicht der richtige Weg sein kann.
Du glaubst nicht, wie oft ich mir anhören muss, dass ich mir das nur erlauben kann, weil "meine Kinder ja auch einfach sind" und ich ja "außerdem auch nur 2 Kinder habe".  s-:)

Aber ich kann zu gut verstehen, dass du genervt bist!  :)



Muse

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« Antwort #7 am: 17. August 2012, 07:09:37 »
Lila -  :-* das ist lieb

Es steckt nur leider viel mehr dahinter, uns wurde vorgeworfen Laura hätte einen schlechten Charakter und das käme nur von unserer fehlenden Erziehung. Oben genanntes Beispiel war aber das Einzigste das als Argument kam.
Ja, ich sollt mich nicht aufregen weil es für mich kein Argument ist und sonst nichts gesagt werden konnte (auch auf mehrmaliges Nachfragen nicht!), deshalb wollte ich wissen ob ich das einfach ganz falsch sehe.  :-\

Es ist halt kacke sich SO in Menschen geirrt zu haben  :-[
( und wie man alles auf eine 5 - Jährige schiebt die natürlich ab und an mal zickt aber meistens echt lieb ist  :-[ )

dragoness

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« Antwort #8 am: 17. August 2012, 07:41:59 »
Jemand der meinem Kind einen schlechten Charakter vorwirft, den würde ich ohne Umschweife vor die Tür setzen, ich bin da echt geschockt  :o.

Ich bitte auch, so die ersten 1-2 mal. Wenn meine Kinder dem Bitten dann nicht nachkommen bitte ich nicht mehr, sondern verlange das sie etwas tun. Meine sind da auch eher etwas zäh, nicht beim Anziehen aber in vielen anderen Situationen, da reicht manchmal eine Bitte nicht aus ;-).

Aber wenn es in Deinem Fall doch funktioniert ist doch alles paletti, da frage ich mich ehrlich was die Leute wollen  ???, wahrscheinlich ist das nur reiner Neid weil das beim eigenen Kind nicht funktioniert  S:D


jewa

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #9 am: 17. August 2012, 07:43:35 »
Also "bitte" und "danke" zum eigenen Kind zu sagen ist also erziehungstechnisch falsch?  :o Na, dann bin ich aber sowas von falsch.  ;D
Also im sagen wir mal allgemeinen Umgang mit dem Kind leben wir auch Höflichkeits(floskeln) vor, eben wegen der Vorbildfunktion. Also: "M kannst du mir mal bitte eine Zwiebel aus dem Keller holen?"
Möchte ja beispielsweise auch nicht, dass mein (gleichberechtiger) Mann so unnett und kaltschnäuzig mit mir spricht. Bin ja ein Mensch und keine Maschine.
Und so möchten wir, dass auch untereinander in der Familie umgegangen wird.

Wobei es natürlich schon Situationen gibt, in denen keine Zeit für Höflichkeiten bleibt, wie z.B. "Lieber kleiner Schatz, würdest du bitte an der Straßenecke stehen bleiben, damit das Auto dich nicht umfährt!"... Nö, da gibt es dann nur die "Arbeitsanweisung": "An der Straßenecke wird angehalten."

Finde die Einstellung deiner (Ex-)Freunde schon "merkwürdig". Ist es nicht "normal", dass man zu Menschen, die einem am Herzen liegen (von Natur aus) nett ist? Trifft das nicht automatisch auf den eigenen Nachwuchs zu?  s-nachdenken Oder sind die Kinder "Untergebene" die man "knüppeln" muss/darf? Ist für mich auch eine Frage der Wertigkeit... Meine Kinder sind mir wertvoll, also behandle ich sie auch wie meinen Augapfel. Und ganz ehrlich... "viel" Erziehungs"arbeit" kann man sich ersparen, wenn man selbst ein gutes Beispiel abgibt, als es immer wieder mit Worten "durchzukauen" (z.B. rote Fußgängerampel beachten oder überhaupt die ganze Verkehrserziehung).


Das Leben wäre viel einfacher, wenn ich dich nicht getroffen hätte.
Es wäre nur nicht mein Leben.

Ellen

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #10 am: 17. August 2012, 08:03:21 »
Ui wir haben auch den falschen Erziehungsstil - hier gehört bitte und danke auch zum festverankerten Wortschatz.  s-:)

Ach Gott und Mattis nutzt die Worte auch ständig: "Kannst Du mir bitte helfen, Mami?", "Danke Papi"....

Muss ich mir jetzt Gedanken machen?

Ganz ehrlich? Wenn jemand hier nen seltsamen Erziehungsstil hat dann Eure (Ex-)Freunde.  s-:)

Ich tendiere zum weiterleben Eures Erziehungsstiles!  ;D



Achja hier gilt auch: In Gefahrensituationen oder ähnlichen Situationen lassen wir die Höflichkeitsfloskeln auch weg.  ;) An der Straße wird nicht abgehauen und es wird stehengeblieben wenn wir es sagen - das klappt auch ohne bitte und danke.






Lass Dich nicht unterkriegen, sei frech, wild und mutig - sei einfach wunderbar! *Astrid Lindgren*

Hubs

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #11 am: 17. August 2012, 08:07:04 »
Ich bin grad sooo geladen dass ich nicht schlafen kann - jetzt brauch ich ein paar dritte Meinungen  ;)

Mir wurde vorhin an den Kopf geworfen dass ich Laura nicht erziehe weil ich zu nett zu ihr bin. Als Beispiel wurde gesagt dass ich gesagt habe: "Laura, kommst du bitte zum Anziehen."

Ja, ich sage bitte und danke zu unserem Kind, sie machts auch weil wir es eben vorleben.

Laut dieser Person ist das aber keine angemessene Kinderstube. ICH seh anziehen nur nicht als Erziehung an  ;)

Also - wie sehr ihr das!

Ehrliche Meinungen erwünscht! Ich werde auch nichts editieren/löschen/schließen  ;D

Wahnsinn!! Bei mir gehört Freundlichkeit auf jeden Fall zu einer guten Erziehung. Und da wir unsere Kinder eh nicht erziehen können, da sie uns alles nach machen, muss ich freundlich sein, damit meine Kinder auch zu mir freundlich sind!!!!

Der einzige hier in der Familie der Befehle erhält und nicht gebeten wird ist der Hund. Da hat der Begriff Erziehung wohl viel mehr Gewicht :)

Nachdem ich Sweetys Beitrag gelesen habe, kann ich mir aber vorstellen, was hinter der Aussage Deiner Bekannten steht. Es gibt einfach Dinge, da brauchen die Kinder starke Eltern, gute Vorgaben und Leitlinien, wie z.B. einen geregelten Tagesablauf mit Mahlzeiten und Ins-Bett-Geh-Zeiten, die nicht absolut starr sein müssen, aber diese Dinge sollten nicht dem Kind überlassen werden. Wenn ich in diesen Situationen danach handle, was der Moritz möchte, hätten wir sehr bald sehr großes Chaos und ein sehr unglückliches Kind.
Aber auch in diesen Situationen kann ich freundlich sein. Je nach Verfassung kann ich  viele Dinge meinem Kind überlassen.
Und ja, ich kann jede Interaktion mit meinem Kind zu einem Machtkampf machen, wenn ich entsprechend auf ihn zu gehe. Ich kann die meisten Interaktionen zu einem friedlichen Ereignis machen und zwar so, dass jeder zufrieden ist.
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012



How could anyone ever tell you, you were something less than beautiful?
How could anyone ever tell you, you were less than whole?
How could anyone fail to notice, that your loving is a miracle?

mausebause

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« Antwort #12 am: 17. August 2012, 08:17:53 »
Tja und das sind dann die Erwachsenen, die später nicht in der Lage sind, "bitte/danke" oder Geschweige denn "Guten Tag/ Hallo" zu sagen... s-:)

Ich mache das wie du - ich bitte mein Kind auch, weil ich das einfach höflich finde, weil ich meinem Kind doch nicht schlechter gegenübertrete, wie fremden Menschen, bei denen ich (fast) immer höflich bin...
Klar, funktioniert nicht immer, dann wird beim dritten Mal auch nicht mehr gebeten, sondern verlangt, wie dragoness schrieb - aber ich bin doch nciht der Diktator meines Kindes, meine Güte nochmal... :-\

Sanne73

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #13 am: 17. August 2012, 08:18:57 »
Bei Muttchens Beitrag frage ich mich gerade, was Deine (ex-) Freunde dazu sagen würden, wenn sie meine Kinder hören: "Liebe Mama, kannst Du mir bitte ... geben / mich bitte abputzen / ...?" - Und nein, ganz so übertrieben rede ich nicht unbedingt mit meinen Kindern und sie auch nur mit mir, wenn sie sich gerade besonnen haben, dass man mit Freundlichkeit im Leben weiterkommt (oder weil ich sie informiert habe, dass man Dinge auch freundlich sagen kann, statt "Mama, abputzen!" zu schreien).
Aber bei uns gehören bitte und danke auch zum alltäglichen Wortschatz, von bestimmten (sicherheitsrelevanten) Situationen abgesehen.

Ich habe allerdings in entsprechenden Zeitschriften schon gelesen, dass man nicht zu viel bitten soll, denn einige Dinge sind nun mal keine Bitten sondern Aufforderungen, bei denen ich meinen Kindern nicht die Wahl lassen möchte. Wobei es dann natürlich zusätzlich auf die Art der Forumulierung ankommt - stelle ich meinen Kindern eine Frage ("kannst Du jetzt bitte aufräumen?"), so muss ich ihnen zugestehen, dass sie auch mit "nein" antworten dürfen und dann hab ich den Salat. Eine Aufforderung ("bitte räum jetzt Dein Zimmer auf") lässt eher keinen Freiraum zu. Ich versuche mich mehr oder weniger daran zu orientieren. Wobei ich die ersten zwei Male meistens schon bitte sage, das dritte (und vierte s-:)) Mal kommt es dann etwas rauher und ohne bitte ;)
Mäusekind: 11/2006 -  Wenn aus Liebe Leben wird, hat das Glück einen Namen.
Kleiner Muck: 03/2008 -  Ein bisschen Mama, ein bisschen Papa und ganz viel Wunder.

Evchen

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #14 am: 17. August 2012, 08:21:48 »
Wir leben nicht in einer Kaserne, sondern in einer Familie - daher auch hier, bitte und danke  :)  Eine Aufforderung ohne bitte gleicht für mich eher einem Befehl  :P
Ich kann aber auch nicht behaupten, dass wir dadurch ein Erziehungsproblem hätten. Abgesehen davon möchten wir doch auch, dass unsere Kinder ein bitte formulieren, wenn sie etwas von uns oder anderen möchten?  ???  Daher verstehe ich die Argumentation ohnehin nicht. Wir sollten schon das vorleben, was wir von unseren Kindern auch erwarten.
Jeder wie er mag  :)  Du bist nicht allein  ;)



Martina

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #15 am: 17. August 2012, 08:29:23 »
Ich glaube, dass ich nicht immer bitte sage. Bin mir aber nicht so recht sicher. Allerdings kann ich die Kritik nicht verstehen, denn jeder ist und erzieht anders. Wir waren Anfang Mai mit Freunden zusammen im Urlaub, die Kinder haben wesentlich mehr "Freiheiten" als unsere. Freiheiten in Form von Süßigkeiten und Cola. Das sieht meine Freundin einfach nicht so eng. Die Kinder müssen am Tisch auch nicht sitzen bleiben, bis die anderen Kinder fertig sind. Letzten Endes haben wir uns irgendwie geeinigt. Wir waren zusammen in einem Ferienhaus und ich habe mir vorher ziemlich viele Sorgen gemacht ob das alles so hinhauen kann. Es hat aber super geklappt.

Franziska durfte ab und zu mal Cola trinken, im Umkehrschluss mussten die Jungs meiner Freundin am Tisch sitzen bleiben, zumindest noch ein bisschen. So war es ziemlich entspannt und wir würden jederzeit wieder zusammen in den Urlaub fahren.  :)

Ich würde den Stil nie kritisieren, er ist anders, aber nicht schlechter. Sie hat zwei super süße und tolle Jungs!

Ich glaube, eure Freunde sind wirklich neidisch! Anders kann ich mir das gar nicht erklären.  :-[
Ohne

Sweety

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« Antwort #16 am: 17. August 2012, 08:37:27 »

Nachdem ich Sweetys Beitrag gelesen habe, kann ich mir aber vorstellen, was hinter der Aussage Deiner Bekannten steht. Es gibt einfach Dinge, da brauchen die Kinder starke Eltern, gute Vorgaben und Leitlinien, wie z.B. einen geregelten Tagesablauf mit Mahlzeiten und Ins-Bett-Geh-Zeiten, die nicht absolut starr sein müssen, aber diese Dinge sollten nicht dem Kind überlassen werden. Wenn ich in diesen Situationen danach handle, was der Moritz möchte, hätten wir sehr bald sehr großes Chaos und ein sehr unglückliches Kind.


Ich wieder :( ;D ;D

Sicher ordne ich manches einfach an und weigere mich auch, das dann zur Diskussion zu stellen. Wie eben die Bettzeit. Da wird dann gesagt, dass Schlafenszeit ist, gekoppelt (bei Unwilligkeit) mit einer einmaligen knappen Erklärung, warum und dann hat das gemacht zu werden.
Aber - hier gefällt mir Evchens Wort von der Familie statt der Kaserne sehr gut :D - auch eine Anordnung kann freundlich vorgetragen werden. Ganz ohne Gesäusel und Geflöte, wie sich das mancher (meine Familie s-:) ) dann gerne mal vorstellt.

Ein bestimmtes, aber freundliches "Constantin komm bitte, wir gehen ins Bett" sehe ich nun auch noch nicht als akute Unhöflichkeit an.

Klar, wenn er an der Straße wegstratzt, gibt es einen Brüller von maximal drei Worten (mehr geben die Stimmbänder auch gar nicht her ;D ) und da halte ich mich sicher nicht lange mit dem Knigge auf. Und Situationen, wo ich 101x etwas bitte und anmahne und beim 102. Mal dann einfach mal losschnauze, rechne ich ganz schönfärberisch dann einfach mal nicht als allgemeinen Erziehungsstil an 8)

@Martina - Ich denke, im ganz allgemeinen Umgang, wenn der harmonisch und liebevoll ist, ist es weder wichtig, noch unabdingbar jedes Mal "bitte" und "danke" zu sagen. Manchmal heißt es auch einfach "Mach mal dies, tu mal jenes." Solange man nicht selber ein "Bitte-Danke-Abstinenzler" ist, es von den Kindern aber verlangt, seh ich das nun nicht so eng.
Mein Mann und ich sind auch untereinander so mit sehr viel Bitte und Danke. Hat zur Folge, dass unser Erstgeborener eine sehr merkwürdige Vorliebe dafür hat, sich für jeden Kikifax zu bedanken.

"Mama kann ich mal durch?"
"Ja klar, komm vorbei."
"Danke Mama, das ist aber sehr nett von dir." s-:) s-:) s-:)

mausebause

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« Antwort #17 am: 17. August 2012, 08:39:42 »
@sweety:  s-daumenhoch

Es geht ja auch nicht darum, dass man sein Kind wegen allem anbetteln muss - mach ich definitiv auch nicht - auch hier gibt es klare Ansagen, vor allem bei der Großen... - aber ich hab auch kein Problem damit, mal ein "bitte" oder "danke" zu nutzen - oder eben freundlich zu sagen "So, jetzt gehts ins Bett" statt zu befehlen "geh jetzt sofort ins Bett" oder ähnliches! (Letzteres kommt übrigens durchaus auch mal zum Einsatz.. S:D S:D)

Nachtvogel

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« Antwort #18 am: 17. August 2012, 08:52:29 »


Ich bitte auch, so die ersten 1-2 mal. Wenn meine Kinder dem Bitten dann nicht nachkommen bitte ich nicht mehr, sondern verlange das sie etwas tun.


wahrscheinlich ist das nur reiner Neid weil das beim eigenen Kind nicht funktioniert  S:D

wahrscheinlich ;)




ich bitte auch erstmal höflich, zB *Lauri geht dir bitte schonmal Gesicht/Hände waschen und aufs WC*

kommt ein NEIN ergänze ich allerdings um ein *das war keine Frage* S:D ;D



aber idR reicht eine Bitte aus und da wüsste ich nicht, wieso ich gleich den Feldwebelton rauskramen sollte ;)


Bei Elias muss ich mir schon besser überlegen, wo ich BITTE und wo ich ANSAGE :P, sonst könnte das Übergehen seines NEINS (was zu 90% auf eine Bitte folgt s-:)) einen fiesen Wutanfall auslösen.

Befehle ich gleich, bzw sag deutlich *geh schon ins Bad und wasch dein Gesicht*, macht ers zu 80%
 ;)



Also es ist schon so, dass dieses BITTE nicht bei allen Kindern ankommt ;D
36+3 -> 2940g / 37+4 -> 3320g / 38+5 -> 3660g

Sweety

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« Antwort #19 am: 17. August 2012, 09:01:38 »
Oh Nachtvogel... eine ANSAGE kommt schon auch im entsprechenden "Modus". Aber auch da kann man ein Bitte reinmogeln. Verweigert wird mit oder ohne das Bitte s-:) , also so ist es nicht. Ich hab es nur gerne drin, eben um gewisse Umgangsformen vorzugeben.

Du weißt doch, Höflichkeit ist, wenn man "Sie Ar*schloch!" zu einem Fremden sagt 8)

mausebause

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« Antwort #20 am: 17. August 2012, 09:06:21 »
Ganz profan : "Händewaschen bitte!!!!!" (Man beachte die Ausrufezeichen, die muss man mitsprechen!)  S:D S:D

Solar. E

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #21 am: 17. August 2012, 09:25:45 »
Also erst mal musste ich über die Überschrift schmunzeln. "Kindererziehung" im Erziehungsforum - das passt ja genau  ;)

Ansonsten:

Danke und bitte und höflich im Umgang miteinander in der Familie halte ich auf jeden Fall für wichtig. Und wir leben das auch so vor.


Einem anderen Kind einen schlechten Charakter zu unterstellen bzw. den Eltern vorzuwerfen, sie würden nicht erziehen, das finde ich unter aller Kanone und auf sowas würde ich im Leben nie kommen  :o Auch wenn ich so manche Dinge in der ERziehung anderer partout nicht nachvollziehen kann. Muss ich aber auch nicht - zumindest solange es mich oder meine Kinder nicht tangiert.

Sauer werde ich z.B. dann, wenn mein Kind mit einem anderen auf dem Klettergerüst ist, das andere damit anfängt, mein Kind runterzuschubsen aus zwei Metern Höhe und das andere Elternteil erst mal gar nicht eingreift, nur um hinterher zu säuseln "Aber XX, bitte lass das sein, das macht man doch nicht!" und XX diese Ansage offensichtlich von der Tapete bis zur Wand interessiert und einfach weitermacht. Ich bin der Meinung, dass in dieser Situation XX eher eine klare deutliche Ansage bräuchte als eine höflich vorgetragene Bitte (selbst wenn ich da nicht betroffen wäre, würde ich das denken!). Auch der Tonfall ist hierbei wichtig.

Hier zu Hause kommt es auch ab und an vor, dass ich nach der xten Bitte und dazugehörigen Erklärung, warum das nun gemacht werden soll, den Kasernenton auspacke und die Erklärung weglasse  S:D weil sie es erst dann machen. Meist erklären sie mir in der Situation dann "IMMER schreist du uns an  :o" (ja klar mach ich das IMMER  s-:)), worauf ich dann erwidere: "Ja anscheinend hört ihr mich ansonsten nicht!"  ;D

Also es kommt immer auf die jeweilige Situation und auch Grundstimmung an.

mausebause

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #22 am: 17. August 2012, 09:29:35 »
Aaahh Solar.e: GENAU die Situation hasse ich ja auch - das kenn ich noch vom Laden - da nimmt das Kind die Schaufensterdeko auseinander und die Mutter sagt nach gefühlter Stunde dann ganz säuselnd "Bitte mach das niiiiccccht" Uaaahhh - Gewaltphantasien hab ich da.. S:D S:D

Nachtvogel

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #23 am: 17. August 2012, 09:42:17 »
Aber auch da kann man ein Bitte reinmogeln. Verweigert wird mit oder ohne das Bitte s-:)

 ;D

also bei Elias ists ein klarer Unterschied:

*kannst du bitte aufhören, das Essen übern Tisch zu werfen?!*
oder wahlweise *hör bitte auf, ...*
-> NEIN *weitermach*


*Hör auf das Essen übern Tisch zu werfen!*
-> meist lässt ers dann


 ;)
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Solar. E

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Antw:Kindererziehung
« Antwort #24 am: 17. August 2012, 09:42:57 »
@Nenita

Das verstehe ich absolut! Und wäre ich die Kundin und das mein Kind, das wäre mir mehr als peinlich. Und da würde ich meinem Kind gegenüber durchaus mal laut werden und es etwas fester bei der Hand packen (abgesehen davon, dass ich dann eigentlich was kaufen will und nicht gelassen werde - das geht gar nicht  S:D ;D).

Nur WENN ich dann laut werde und es fester bei der Hand packe, kommen wieder andere Leute und gucken und es heißt, die erzieht ihr Kind nicht gescheit, die kriegt es nur mit Gewalt dazu, dass es hört! 

Wie man es macht ist es falsch s-:), also macht man es am besten so wie man es für richtig hält.

 

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