Autor Thema: Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht  (Gelesen 2645 mal)

Once

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Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« am: 26. September 2014, 12:18:10 »
Mal angenommen ich nehme ein 4-Jähriges Kind ohne Kindersitz in meinem Auto mit und verursache oder gerate in einen Unfall. Was passiert dann mit mir als Fahrer - versicherungstechnisch gesehen und strafrechtlich. Werde ich mal Privatperson belangt oder mein Arbeitgeber?

Ich frage, weil es von mir verlangt wird kleine Kinder in meinem Privatfahrzeug mitzunehmen, ohne dass diese einen Sitz dabei haben. Die Eltern schicken die Kinder her und verschwinden und ich stehe da mit diesem Kind, kann es nicht alleine nach Hause schicken, die anderen Kinder aber auch nicht alleine lassen. Noch kann ich es in meinem Auto transportieren.

~Netti~

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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #1 am: 26. September 2014, 12:23:44 »
Ich habe leider keine Ahnung, denke aber dass du als Privatperson haftest.
Ohne Sitz würde ich schlicht kein Kind mitnehmen.  ??? Ist denn das Kind von seinen Eltern nicht im Sitz hergebracht worden? Wer verlangt das von dir, dein AG?  :o


Honigbluete

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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #2 am: 26. September 2014, 12:29:14 »
Ich denke auch, dass du persönlich haftest.
In welchem Rahmen sind die Kinder bei dir und wie kommen die normalerweise zurück zu den Eltern?
Hier ist es z.B. so, dass Kindergartenknder, die nicht abgeholt werden, zur Not vom JA in Obhut genommen werden würden. Ich kenne zwar keinen Fall, in dem es passiert ist, aber theoretisch ist das so.
Alternativ, wenn es zu deinem Job gehört, müsste dein AG dir einen Sitz besorgen. Zumindest eine Sitzerhöhung reicht rechtlich in der Regel aus ab dem Alter.



Flower Eight Revival

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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #3 am: 26. September 2014, 12:35:20 »
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« Letzte Änderung: 25. Januar 2015, 11:01:36 von blume8 »

Sweety

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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #4 am: 26. September 2014, 12:36:03 »
Ich weiß es nicht zu 100%, meine aber, dass für diese Art der Sicherheit der Fahrzeugführer, also in dem Fall du, zuständig ist.
Du hast dafür Sorge zu tragen, dass die Vorschriften eingehalten werden.

Daher würde ich mich strikt weigern, denn wenn was passiert, wird nicht dein AG belangt.  Der ist ja nicht gefahren.

Zumal ja aber eh keiner von dir verlangen kann, jemanden in deinem Privatfahrzeug mitzunehmen, den du nicht mitnehmen willst. Ist ja kein Dienstfahrzeug. Oder hast du das irgendwie als Dienstfahrzeug registriert? Dann müsstest du auch jemanden mitnehmen, wenn es zur Arbeit gehört, aber für die Sicherheit bist trotzdem du verantwortlich, also persönlich haftbar.

Meine ich :-\

Edit: Ha, da sind wir uns ja mal alle einig, wie ich gerade lese ;D

babe

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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #5 am: 26. September 2014, 12:37:44 »
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« Letzte Änderung: 26. September 2014, 16:31:27 von babe »


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lotte81

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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #6 am: 26. September 2014, 12:40:53 »
Ich denke egal, ob Privatfahrzeug oder Firmenwagen - der Fahrer haftet bei Personenschäden bzw zahlt die Strafe, wenn er erwischt wird. Denn du hast ja zu überprüfen, dass alles richtig gesichert sind. Der Arbeitgeber wird hinterher sicher nicht sagen: Ja, klar, zahlen wir...wir hatten ja verlangt, dass sie das Kind ohne Sitz mitnimmt.
Nun gibt es 2 Möglichkeiten: Die eine ist, für solche Fälle ein Sitzkissen dabei zu haben. Nicht die sicherste Variante, aber mit 4 Jahren (und auch drunter je nach Gewicht) zumindest versicherungstechnisch OK..... Oder eben verweigern, Sitze (beim nächsten Mal ist es womöglich ein jüngeres Kind und dann brauchst du ja wieder einen anderen Sitz) vom AG anschaffen lassen etc. etc.

Ansonsten kenne ich es aus Verträgen bei Vereinen, Ballettschule , Kita etc so, dass man das Kind in Empfang nehmen muss - es sei denn es besteht eine Sondervereinbarung und das Kind darf allein gehen...das muss man aber bei einer Kita ja in der Regel unterscheiden (Beim Sportverein nicht)...Wird ein Kind nicht von den Eltern abgeholt, wird das JA informiert laut Vertrag.

Am Ende würde ich in deiner Situation, da du ja nicht mal weg könntest , ein taxi auf Kosten der Eltern kommen lassen....wobei das rechtlich vermutlich schwierig ist - denn wenn sie nicht zahlen, bleibt es an dir Hängen..... Oder eben das JA informieren.... denn selbst, wenn du einen Sitz hast oder bereit bist ohne zu fahren (was ich nicht machen würde, keine Diskussion!) dann hast du immer noch das Problem der Aufsichtspflicht gegenüber den anderen Kindern. Plus die generelle Frage, was passiert, wenn dem Kinder unterwegs etwas passiert oder du einen Unfall hast...Wer haftet überhaupt, wenn du so eine Gefälligkeitsfahrt machst ..und wer zahlt dir den Sprit?.....War das denn eine Einmalige Sache oder kommt das häufiger vor? Sonst kannst du dich ja auch für die Zukunft weigern das Kind überhaupot von den Eltern zu übernehmen, wenn nciht ein Elternteil bereit ist zu warten (ich gehe mal davon aus, dass du nicht im Kindergarten oder so arbeitest,sondern dass es um therapeutische Termine geht, die dann nach einer Stunde rum sind)


Nipa

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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #7 am: 26. September 2014, 12:56:56 »
Ich würde das Kind so nicht mitnehmen!

Mit Sitz würde ich es mitnehmen wenn eine Dienstfahrzeugversicherung/Tageskasko vom Arbeitgeber für mich abgeschlossen wird, dann sind nämlich Schäden an Deinem Auto/mitfahrenden Personen gedeckt und müssen nicht über Deine Versicherung laufen.

Wäre das geklärt könnte man sich ja leicht ein Sitzhöckerchen in den Kofferraum legen, wenn man das Kind denn mitnehmen WILL.



Flower Eight Revival

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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #8 am: 26. September 2014, 13:14:01 »
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« Letzte Änderung: 25. Januar 2015, 11:01:27 von blume8 »

Once

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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #9 am: 26. September 2014, 13:40:16 »
@Honigblüte: ich mach derzeit offene Integrationsprojekte mit Kindern aus sozial benachteiligten Familien. Dafür machen wir derzeit häufiger Ausflüge. Es besteht so gesehen keine Teilnahmepflicht.

@Netti: die Kinder kommen teilweise zu Fuss, teilweise mit dem Auto - häufig ohne Sitz wie schon mehrfach beobachtet, einige haben eine Sitzerhöhung. Wenn ich die Eltern noch erwische, lassen sie mir den Sitz da. Meistens stehen die Kinder aber schon am verabredeten Standpunkt wenn ich/wir kommen. Ohne Betreuung.

@Haftung: ich meine auch dass ich als Privatperson hafte. War mir aber nicht ganz sicher.

@blume &sweety, Nipa: ich habe die Mitnahme verweigert und musste dann das größere Geschwisterkind mit dem unangemeldeten kleineren nach Hause schicken. Dafür erntete ich Kritik vonseiten meines AG's als auch durch die Eltern (die sich beim Ag meldeten).


Es geht mir auch gar nicht so sehr um die Entscheidung ob ich sie mitnehme, sondern eher darum, dass ich konkret sagen kann aus welchen Gründen (neben den absolut offensichtlichen Sicherheitsmängeln) ich mich - auch um meiner Selbst Willen - dieser Erwartung entziehe.

Ist es nicht so, dass die Eltern mich im Nachhinein verklagen können, wenn ich ihr Kind mitnehme, einen Unfall verursache und das Kind womöglich querschnittsgelähmt ist o.ä. Verletzungen davonträgt?
« Letzte Änderung: 26. September 2014, 13:42:34 von Once »

Flower Eight Revival

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« Antwort #10 am: 26. September 2014, 13:50:59 »
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« Letzte Änderung: 25. Januar 2015, 11:01:18 von blume8 »

Flower Eight Revival

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« Antwort #11 am: 26. September 2014, 13:54:50 »
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« Letzte Änderung: 25. Januar 2015, 11:01:10 von blume8 »

lotte81

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« Antwort #12 am: 26. September 2014, 14:25:04 »

Ist es nicht so, dass die Eltern mich im Nachhinein verklagen können, wenn ich ihr Kind mitnehme, einen Unfall verursache und das Kind womöglich querschnittsgelähmt ist o.ä. Verletzungen davonträgt?
Das war genau die Frage, die ich meinte....ich weiß nicht, wie es ist, wenn du das als Gefälligkeit machst.... der AG kann im Nachhinein immer sagen, dass es ja keine Arbeitsfahrt war und die Eltern werden sagen, dass sie nie zugestimmt haben...von daher, würde ich mich da echt absichern vertraglich oder eben verweigern


Nipa

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« Antwort #13 am: 26. September 2014, 15:20:48 »
Sag Deinem AG dass Du Kinder nur im Auto beförderst, wenn

- sie, wie gesetzlich vorgeschrieben, mit einem geeigneten Kindersitz gesichert sind.
Diesen kann der AG Dir in Form von Sitzerhöhungen zur Verfügung stellen

- er eine Dienstwagenversicherung, oder Tageskasko abschliesst.
Eine Tageskasko kostet um die 10 Euro, wenn man sie für einzelne Tage abschliesst.
Sie übernimmt die Schäden am Auto und an den darin sitzenden Personen.
Dabei auf eine hohe Schadenssumme achten.

Letztlich wirst Du immer als Mensch verantwortlich gemacht und wirst ganz am Ende wohl auch immer haftbar sein, besonders wenn Du aus grober Fahrlässigkeit handelst.
Ich hätte in dem Fall höchstens überlegt eine Alternative anzubieten, an der alle Kinder teilnehmen (z.B. Busfahrt statt Auto) und finde Du hast richtig reagiert, wenn es auch schade für das Kind war und auch wenn Dein AG jetzt Kritik anbringt.



~Netti~

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« Antwort #14 am: 26. September 2014, 18:02:36 »
Ich sehe das wie die anderen hier, du hast dich absolut korrekt verhalten.
Ich nehme auch keine Freunde meiner Kinder mit ohne passenden Sitz. Wenn nämlich was passiert, wird es immer heißen wie konnte man auch so fahrlässig sein.
Ich finde es eher befremdlich, dass dein AG das kritisiert. *kopfschüttel*

dragoness

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« Antwort #15 am: 26. September 2014, 18:48:41 »
Auch ich sehe es so, dass Du Dich richtig verhalten hast. Wenn was passiert hast Du den ganzen Unbill und die Haftung am Hals und Dein AG ist fein raus aus der Sache. Das würde ich so auf gar keinen Fall mehr machen. Ohne schriftliche Absicherung und entsprechenden Kindersitz würde ich zukünftig keine Kinder mehr mitnehmen.

Dass Dein AG Dich auch noch kritisiert ist in meinen Augen eine Frechheit. Gerade dem Organisator des Programms sollte die Sicherheit der ihm in Obhut gegebenen Kinder mehr als wichtig sein.

BiDi

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« Antwort #16 am: 26. September 2014, 22:46:43 »
Selbst wenn nix passiert und Dich 'nur' die Polizei anhält: Wer zahlt die Strafe? Wer organisiert das Weiterkommen? Wenn Dein AG solche Dinge anbietet, muss er sich auch um das 'Drumrum' wie Kindersitze und Versicherung kümmern.

Grüsse
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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #17 am: 27. September 2014, 07:16:39 »
Ich kann Dir nur sagen, dass es normalerweise gar nicht erlaubt ist, Leute im Privatauto mitzunehmen. (Also im Rahmen einer ARbeit natürlich). Sicher weiß ich das für Lehrer und diese sozialen Dienste. Eben aus versicherungstechnischen Gründen.

Wenn Du es doch tust, würde ich wohl MINIMUM mir von Arbeitgeber UND Eltern schriftlich geben lassen, dass sie einverstanden sind (Eltern) und es nötig ist (AG), dass Du sie im privaten Auto fährst. Ich würde allerdings sowas lieber noch mal von nem Anwalt bestätigt haben wollen.
Für die Sicherheit bist dennoch Du zuständig. Ohne Kindersitz darfst Du nicht fahren, egal in was für nem Schlamassel Du dann steckst.

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« Antwort #18 am: 27. September 2014, 22:06:51 »
Also es ist so, dass wir natürlich einen Dienstwagen haben. Manchmal sind es allerdings spontan so viele Kinder (idR tauchen Geschwister mit großen Kulleraugen auf), dass dann erwartet wird, dass ich diese mit meinem Auto befördere. Zweimal machte ich eine Ausnahme (weil ich Kinder nicht wegen des Platzmangels enttäuschen wollte) und dadurch wurde es dann für meine Kollegen (und auch für die Eltern) zur Selbstverständlichkeit. Ärgert mich durchaus und ich habe gestern dann auch mal deutlich gemacht, dass ich auch das ab jetzt nicht mehr machen werde.

Kinder ohne Sitze fahre ich überhaupt nicht - wie gesagt, das ist klar. Allerdings fahren sowohl mein Chef als auch meine Kollegen die Kinder weiterhin auch ohne Sitz im Dienstwagen. Auch das werd' ich am Montag noch mal ansprechen. Das ist so eine Mischung aus Bequemlichkeit und Gutmütigkeit (den Kindern gegenüber, die teilweise keine Sitze haben und dem Chef gegenüber der mit der Kohle knausert).

Ich danke für Eure Expertise!

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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #19 am: 27. September 2014, 22:11:10 »
Die fahren ohne Sitze?  :o

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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #20 am: 28. September 2014, 09:29:21 »
Wenn es sich um ein integationsprogramm handelt ist ja wahrscheinlich nicht viel Geld da, oder? Vielleicht könnte man im kiga mal einen Aushang machen ob jemand einen Sitz verschenk? Oder besser noch in der Schule. Die kiga Kinder brauchen ihren Sitz ja noch. Allerdings ist damit das Problem ob du und die Kollegen die Kinder überhaupt im Privatauto transportieren dürft nicht geklärt.
zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen, Wurzeln und Flügel (Goethe)

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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #21 am: 28. September 2014, 09:45:36 »
Gute Idee. Ich hatte an den Flohmarkt gedacht. Besser als nichts.

Honigbluete

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« Antwort #22 am: 28. September 2014, 10:36:32 »
Einfache Sitzschalen gibt es oft neu für 10/15€. Das sollte das mindestens sein, wenn man Kinder im Auto mitnimmt. Wir haben auch meist eine zusätzliche Sitzschalen im Auto, falls wir mal einen Freund von Lukas mitnehmen.

Ich war mal in der blöden Situation, dass eine Mutter von einem Kinder Geburtstag sehr weit hätte laufen müssen mit ihren Kindern. Aber ohne Sitze habe ich sie nicht mitgenommen. Eine andere Mutter hat das dann gemacht. Es war richtig blöd, ein sehr hoher Druck, aus Gefälligkeit zu handeln, aber es war mir einfach zu gefährlich.



Once

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Antw:Heikle Frage bez. Verkehrssicherheit/Versicherung/Strafrecht
« Antwort #23 am: 28. September 2014, 11:36:31 »
...klar, das ist auch blöd. Hab mal zwei Flüchtlingskinder mit großen, traurigen Augen vor Dir stehen, nachdem Du ihnen gesagt hast, dass sie nicht mitkönnen, weil ihre Eltern kein Auto und dementsprechend keinen Kindersitz besitzen. Das ist ein richtig bescheidenes Gefühl. Ich kann schon verstehen, dass mein Chef und auch unser FSJler es trotzdem getan haben...

Die Eltern denken sich auch 'diese Leute mit ihren Erste-Welt-Problemen...Kindersitze, was ist das?'

schwalbe

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« Antwort #24 am: 28. September 2014, 11:47:15 »
...klar, das ist auch blöd. Hab mal zwei Flüchtlingskinder mit großen, traurigen Augen vor Dir stehen, nachdem Du ihnen gesagt hast, dass sie nicht mitkönnen, weil ihre Eltern kein Auto und dementsprechend keinen Kindersitz besitzen. Das ist ein richtig bescheidenes Gefühl. Ich kann schon verstehen, dass mein Chef und auch unser FSJler es trotzdem getan haben...

Die Eltern denken sich auch 'diese Leute mit ihren Erste-Welt-Problemen...Kindersitze, was ist das?'

ich denke auch, dass die Eltern der Kinder das nicht immer verstehen können. Ich weiß ja nicht, was für Familien das sind, aber mal angenommen, das sind Flüchtlinge aus einem Kriesengebiet  :-[

Magst du das mal mit deinem Arbeitgeber klären, und wenn es eine Möglichkeit gibt, dass du legal MIT SITZ die Kinder im Privatauto mitnehmen kannst und es einn Raum gibt, die Sitze irgendwo zu deponieren machen wir hier eine Sammelaktion? Vielleicht reicht es auch nur für´s Porto zu sammeln und irgend jemand hier sortiert einen Sitz aus? Wir hätten nur einen Babysafe abzugeben, aber das bringt dir ja jetzt nichts. Ich kann mich daran erinnern, dass hier mal für einige Flüchtlinge Männerkleidung gesammelt wurde und ein bisschen was zusammen kam.
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