Autor Thema: Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät  (Gelesen 8298 mal)

lotta

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 3086
  • Glaube - Liebe - Hoffnung!!!
Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« am: 10. Juli 2012, 11:27:58 »
Angeregt durch zahlreiche Gespräche mit Frauen (und Männern), eine eigene mittlere "Sinnkrise" und ein Buch würden mich eure Gedanken zum Thema Rollenerwartungen an Frauen heutzutage interessieren.

Was bedeutet es für euch, FRAU zu sein und/ oder Mutter und/ oder Ehefrau ?

Was wäre für euch eine "gute Mutter", "gute Ehefrau", "gute Frau" ?

Können die "gesellschaftlichen" Erwartungen an Frauen in der heutigen Zeit überhaupt erfüllt werden?  Wenn ja, wie?







„Lernt, was ihr für Euer Leben nötig habt! Geht nicht gebückt und gebeugt, geht aufrecht wie Freie! Geht mit erhobenem Kopf, aber erhebt euch nie über andere! Geht mit wachem Verstand und mit heißem Herzen!" G. Leber

Fliegenpilz

  • Globaler Moderator
  • *****
  • Beiträge: 39816
  • Von damals bis zur Unendlichkeit!
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #1 am: 10. Juli 2012, 11:35:44 »
Wow, das sind starke Fragen - und ich glaube auch gar nicht so einfach zu beantworten.

Was mir spontan zu zwei deiner drei Fragen einfällt, ohne das ich nun groß darüber nachgedacht habe:

"Können die "gesellschaftlichen" Erwartungen an Frauen in der heutigen Zeit überhaupt erfüllt werden?  Wenn ja, wie? "
Ich denke "Nein"!

&

Was wäre für euch eine "gute Mutter", "gute Ehefrau", "gute Frau" ?
Eine gute Mutter / (Ehe)Frau ist für mich eine weibliche Person, die es schafft sich selbst nicht zu verlieren, die sich nicht ausschließlich über ihre Kinder oder die Erfolge ihres Ehemannes definiert, sondern eine eigenständige Persönlichkeit ist, mit eigenen Interessen, einer eigenen Meinung, eigenen Zielen, Erfolgen und Erlebnissen.




Bomelo

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 1450
  • glückliche zweifache Jungs-Mama
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #2 am: 10. Juli 2012, 11:40:51 »
Wow ... nicht ganz einfach zu beantworten.

Nein, die heutigen gesellschaftlichen Erwartungen können die Frauen m. E. nicht mehr erfüllen. "Die Frau von heute" soll hingebungsvolle Mutter, hübsche Geliebte, aufopferungsvolle Ehefrau und ordentliche Hausfrau sein. Nebenbei soll sie Karriere machen und voll im Berufsleben stehen. Naja, auch der Tag von Frauen hat nur 24 Stunden  s-:)

Ansonsten darf ich Christiane zitieren:

Zitat
Was wäre für euch eine "gute Mutter", "gute Ehefrau", "gute Frau" ?
Eine gute Mutter / (Ehe)Frau ist für mich eine weibliche Person, die es schafft sich selbst nicht zu verlieren, die sich nicht ausschließlich über ihre Kinder oder die Erfolge ihres Ehemannes definiert, sondern eine eigenständige Persönlichkeit ist, mit eigenen Interessen, einer eigenen Meinung, eigenen Zielen, Erfolgen und Erlebnissen.


Denn nur wer mit sich selbst im Reinen ist, kann die Menschen, die er liebt, so annehmen, wie sie sind ohne sie nach seinen Wünschen und Vorstellungen prägen und umformen zu wollen.

« Letzte Änderung: 10. Juli 2012, 11:49:18 von Bomelo »
der beste große Bruder der Welt :-*


2620 Gramm, 47 cm, 100% Wunder :-*

hectorundhilde

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 3080
  • ...unser kleiner Kobold! :-)
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #3 am: 10. Juli 2012, 11:46:48 »
Ich kann Christiane und Bomelo nur recht geben!

Wobei ich noch denke, das man nur dann eine gute und glückliche Frau, Ehefrau und Mutter sein kann, wenn man eben nicht versucht, die gesellschaftlichen Ansprüche zu erfüllen...denn die sind einfach unerfüllbar!



Once

  • Gast
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #4 am: 10. Juli 2012, 11:48:28 »
Ich probiere sehr mich davon frei zu machen, merke aber dass ich unterwusst unter Druck gerate. Beispielsweise bin ich schwanger und sitze plötzlich im Eigenheim auf den Lederstühlen meiner Mutter (die ich schrecklich finde) und an den Wänden hängen die total erwachsenen Bilder meiner jüngst verstorbenen Großeltern. Nestbautrieb und Selbstverwirklichung kommen sich gerade gehörig in die Quere. Denn "so macht man das halt wenn man erwachsen wird". Dieser Leitsatz steckt irgendwo in mir und ich merke, dass sich ein anderer Teil gehörig dagegen wehrt. Aber irgendwie beantwortet das nicht recht Deine Frage.

Mit einer guten Mutter (gute Frau ist für mich viel zu antiquiert) oder einem guten Elternteil (der Ausdruck gefällt mir besser) verbinde ich in erster Linie geschlechtsunabhängige  Qualitäten. Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit, Fürsorge usw.. So was halt.

Bei dem Ausdruck "gute Ehefrau" sehe ich meine Oma mit Schürze vor dem Herd stehen, wie sie Kartoffeln aufsetzt nachdem sie den Braten in den Ofen geschoben hat, während mein Opa am Tisch sitzt und Zeitung liest. Total antiquiert. Es gibt vielleicht eine gute Partnerin oder einen guten Partner, was die Qualitäten in der Beziehung angeht, die aber (für mich) wieder geschlechtsunabhängig sind.

Was sind denn die gesellschaftlichen Erwartungen an die Frau, frag ich mich? Kinder zu kriegen?

lillifee

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 3053
  • Kennst Du die Prinzessin Erbse?
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #5 am: 10. Juli 2012, 11:50:39 »
wer wird den gesellschaftlichen erwartungen eigentlich gerecht, heutzutage?

also nur dazu meine gedanken...und ganz spontan...
ich denk die maßstäbe sind so hoch gesetzt, so schnelllebig, flexibel und wandelbar,dass dem keiner wirklich nachkommt, egal wie sehr man sich anstrengt, und egal ob männlein oder weiblein...jeder hat seine aufgaben, und versucht sie so gut wie möglich zu erfüllen
doch ist   das immer tatsächlich genug? und wofür genug? für wen?wer bewertet uns?

deswegen gar nicht so einfach zu sagen, bin ich eine gute frau...mutter etc...das alleine können meine liebsten um mich herum beantworten(in dem fall meine tochter und partner) und selbst dann...macht es mich vielleicht dennoch nicht zufrieden...

die zeiten ändern sich, auch gut so, vielleicht wird es eines tages auch wieder anders...ein stückweit einfacher... :)

vielleicht bin ich auch grad mit meinen gedanken ein bisschen ausgeschweift vom thema...aber das fiel mir einfach dazu ein!
Eine Mutter hält die Hände ihrer Kinder für eine Weile, die Herzen jedoch für immer!

"Mama, die Welt ist so wie sie ist" (Vivi 2013)

"Mama, darf ich in deine Nase fassen, vielleicht sehen deine Popel anders aus als meine." (Vivi Sep`2014)

"Mein Hals ist gewürzt" (Vivi 2014)

"Kinder haben andere Gehirne als Erwachsene" (Vivi 2015)

"Liebe ist stärker als krank sein!"(Vivi 2015)

"Wenn ich vielleicht nicht mehr so viel spiele, wachse ich schneller"!

"Mama, ich habe manchmal Knoten im Kopf"!

Jasmin

  • Mod in Rente
  • Dino
  • *******
  • Beiträge: 30108
  • Liebe, der Seele Leben!
    • Mail
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #6 am: 10. Juli 2012, 13:26:00 »
Vielen Dank an viele Frauen der letzten Generationen dafür, dass wir als Frauen von Heute überhaupt überlegen können wie unsere Frauenrolle aussieht. Denn dies war Jahrhundertelang keine Diskussion.

Ich versuche meinen Töchtern zu vermitteln, dass sie in ihren Lebensentscheidungen keine Rücksicht darauf nehmen müssen eine Frau zu sein.
Meine Kleine Tochter möchte momentan zB niemals Kinder haben. Sie war ne zeitlang recht verzweifelt weil sie dachte eine Frau MUSS ein Kind bekommen. Ich habe ihr klar gemacht, dass sie das bestimmt nicht muss wenn sie nicht möchte.

Welche gesellschaftlichen Erwartungen meint ihr denn so? Ich hab die Erfahrung gemacht dass es da keine einheitliche Linie gibt. Mein Nachbar hat letztens zu mir gemeint "Mit zwei Kindern geht Frau auch nicht arbeiten". An der anderen Ecke höre ich wieder "Ich finds toll, dass du arbeiten auch noch gehst"... mh?

Für mich - und da spreche ich wirklich nur von mir - war es immer wichtig, auch außerhalb der Familie zu existieren und nicht nur Mutter zu sein. Das ist mir zu wenig, denn die Kinder sind nicht für immer und ewig in der Familie. Irgendwann brechen sie aus, wer weiß vielleicht ziehen sie sogar in andere Länder, ja und was macht mann als Vollblutmama da?
2 Töchter *2005 und *2007

"Everyone talks about leaving a better planet for our kids.
Let's try to leave better kids for our planet."

Solar. E

  • Oma
  • ******
  • Beiträge: 7845
  • ♥♥♥♥♥ + *
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #7 am: 10. Juli 2012, 13:29:15 »
Ich schließ mich Christiane und Bomelo vollumfänglich an!  :)

Naja, auch der Tag von Frauen hat nur 24 Stunden  s-:)

Spruch aus Studentenzeiten: "Ach, wenn mir 24 Stunden nicht reichen, nehm ich eben auch noch die Nacht dazu"  ;D

*Blümchen*

  • Twen
  • ****
  • Beiträge: 461
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #8 am: 10. Juli 2012, 13:43:41 »
Oh, das sind gute Fragen, die ich mir in letzter Zeit auch häufig stelle. Zu einer Antwort bin ich natürlich noch nicht gekommen.  ;)

Ich fühle mich derzeit auch sehr zerrissen, zwischen dem, was ich dachte, dass die "Gesellschaft" von mir verlangt, dem, was meine Eltern mir so mitgegeben haben und dem, was ich selber will. Letzteres fällt mir ganz schwer zu entdecken, weil ich das Gefühl habe, von Außen so beeinflusst zu sein, dass ich gar nicht weiß, was ich wirklich bin und will.

Wirklich "gut" kann ich als Frau, Mutter und Ehefrau wohl erst sein, wenn ich das für mich herausgefunden habe.



Sweety

  • Gast
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #9 am: 10. Juli 2012, 14:11:01 »
Ich kann mich Christiane und Bomelo nicht anschließen.

Das sind doch hauptsächlich markige Parolen, die sie da zitieren. Bedeutung im Alltag hat das für die Wenigsten. Und Zeitschriftenidealen gerecht zu werden, interessiert auch wenige.

Diese (umformulierte) Forderung nach der H*ure im Bett, der Heiligen für die Kinder und der Magd in der Küche gab es ja irgendwie auch schon immer. Nun kommt auch noch die Frage nach der Karriere hinzu. Ob das jetzt aber wirklich eine "Forderung" ist, wag ich mal zu bezweifeln, wenn ich mir
a.) den CSU-Vorstoß mit dem Betreuungsgeld und die Gründe dafür angucke und
b.) mir wieder ins Gedächtnis rufe, wie oft im RL und auch hier im aufgeklärten EO ganz offen und schmerzbefreit naiv geäußert wird, man habe ja schließlich keine Kinder gekriegt, um sie dann "fremdbetreuen" zu lassen und Karriere zu machen.

Nee wirklich - SATC-Parolen sind für mich kein "Gesellschaftsbild" s-nein

Die aufgeworfenen Fragen sind nichtsdestotrotz sehr relevant, aber eben auch sehr individuell zu beantworten.

Da geb ich Bomelo mit ihrem letzten Satz dann doch recht: Man muss mit sich selbst und seinen Motivationen im Reinen sein, dann macht man seine Aufgabe auch gut.
Und wenn eine Frau sich ohne äußeren Druck und von ganzem Herzen dazu entscheidet, auf eine Karriere zu verzichten und sich völlig in den Dienst an der Familie zu stellen... dann ist sie m.E. nicht uneigenständig, wenn sie sich über Mann und Kinder definiert.
Eine Frau wird ja auch von niemandem als uneigenständige Persönlichkeit wahrgenommen, wenn sie sich über ihren Job definiert, mithin über ihren Chef, der womöglich gerade mal ihren Namen kennt und ihre Tätigkeit, die jederzeit passé sein könnte ;)

Eine gute Ehefrau/Mutter ist für mich eine, die das, was sie macht, freiwillig und gerne macht und da ihr Herzblut reinsteckt, egal in welchem Verhältnis nun Familie und Arbeit zueinander stehen.

Davon abgesehen finde ich die Frage viel spannender, wie Männer den Anforderungen der Zeit gerecht werden können. Ich glaube nämlich, dass die es viel schwerer haben. Frauen haben letztlich immer den Rückzugsposten "Familie".

Fliegenpilz

  • Globaler Moderator
  • *****
  • Beiträge: 39816
  • Von damals bis zur Unendlichkeit!
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #10 am: 10. Juli 2012, 14:43:26 »
Ich sollte unbedingt SatC schauen, wenn ich die scheinbar die Parolen der Serie so gut widerspiegel in meinen Meinungsbild :D

Für mich ist halt eine Frau keine gute Mutter, die ihr Leben voll auf ihre Kinder ausrichtet - nicht nur weil sie sich verliert, sondern auch weil den Kindern eine enorme Bürde aufgetragen wird.
Andere dürfen das gerne anders empfinden und auch generell anders definieren :)

Ich bin gespannt auf weitere Antworten, vorallem beschäftigt mich diese Frage:
Können die "gesellschaftlichen" Erwartungen an Frauen in der heutigen Zeit überhaupt erfüllt werden?  Wenn ja, wie?

Sweety

  • Gast
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #11 am: 10. Juli 2012, 14:51:25 »
Ja, aber dazu müsste erstmal allgemeingültig definiert werden, wie diese ominösen "gesellschaftlichen" Erwartungen aussehen.

Meine Nachbarin hat vier Kinder und eine Stelle als Hochschuldozentin. Dazu das Riesenhaus und den gigantischen Garten. Klar, sie hat auch einen tollen Mann, der mit anpackt, aber die beiden machen das komplett ohne Putze, Kinderfrau etc und finden noch die Zeit, die Kinder zu allerlei Aktivitäten zu fahren (nicht nur vereinsmäßig, sondern eben zu Freunden etc. von Familienausflügen ganz zu schweigen).

Aber ganz allgemein kann ich nun wirklich nicht empfinden, dass ihr Pensum gesellschaftlich erwartet wird, wie hier ja impliziert wird (Frauen sollen gute Hausfrauen und Mütter sein und auch noch Karriere machen und so weiter).
Nein ehrlich - die meisten (durchaus nicht von Beruf Mutti), die ich kenne, reißen da hochachtungsvoll die Augen auf und fragen sich, wie jemand das schaffen kann und ob sie sich da nicht übernimmt (tut sie nicht :) ) und erkennen neidlos an, dass das nicht jede könnte, sondern man der Typ dafür sein muss.

Ehrlich - das wirkt auf mich nicht so, als würde diese Aufgabenkombination das sein, was "die Gesellschaft" nun als selbstverständlich von einer Frau erwartet.

Also bitte klärt mich auf: Was sind denn die allgemeinen und für alle gültigen "gesellschaftlichen Erwartungen"? :)

Fliegenpilz

  • Globaler Moderator
  • *****
  • Beiträge: 39816
  • Von damals bis zur Unendlichkeit!
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #12 am: 10. Juli 2012, 14:53:50 »
Darüber denke ich halt auch nach, Sweety - was genau wird gesellschaftlich von einer Frau bzw. Mutter erwartet?

Ich glaube, dass die Definition da ja von Region zu Region schon weit auseinander geht.

Sweety

  • Gast
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #13 am: 10. Juli 2012, 14:58:11 »

Ich glaube, dass die Definition da ja von Region zu Region schon weit auseinander geht.

Darüber kann uns bestimmt Netti viel sagen... in Ostfriesland ist ja alles anders ;D ;D

Hubs

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 4179
  • Trageberaterin aus Überzeugung :)
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #14 am: 10. Juli 2012, 15:00:12 »
Ich weiß ehrlich gesagt auch gar nicht, welches die gesellschaftlichen Erwartungen heutzutage sind. Ich glaube da gibt es verschiedene Linien. Ich bin Mutter, bin bei meinen Kindern zu Hause und bekomme von Kinderlosen oft zu hören, dass ich überhaupt nichts für mich tue (ich gehe zu selten weg, ich gebe meine Kinder nicht ab um nen Stadtbummel zu machen,...). Eine Freundin von mir geht arbeiten, sie ist hingegen die Rabenmutter, die ihre Kinder abschiebt. Naja, was nun?

Im Grund habe ich für mich persönlich ein recht altmodisches Rollenverständnis, vielleicht weil ich so aufgewachsen bin und ich es schön finde? Ich weiß nicht, ich bin froh, dass ich zu Hause bei den Kindern bin. Mein Freund geht arbeiten, bringt das Geld nach Hause, dafür hüte ich die Kinder, mach den Haushalt, damit er abends nach Hause kommen kann und nix mehr macchen muss. Ich finde das fair, er arbeitet viel, ich mache zu Hause alles. Ab 20.30 legen wir dann beide die Füße hoch. Wenn er da ist, kümmert er sich liebevoll um seine Kinder und wenn's brennt kommt er natürlich sofort nach Hause. Für manch andere, wäre das vielleicht die Hölle, für uns ist es in Ordnung. So weiß jeder für was er zuständig ist  ;D
So möchte ich leben, wenn die Mama Arbeiten geht und der Papa den Hausmann macht, ist doch auch schön.

Ach ja, ich glaube auch, dass es für den Mann des Hauses gut so ist. Ich glaube nämlichk wie Sweety schon angesprochen hat, die Männer sind für diese "moderne Doppelrolle" nicht unbedingt geschaffen. Sie sind halt die Jäger und nicht die Sammler  ;D Und auch deswegen ist es mir wichtig, ihm zu Hause den Rücken frei zu halten. Er hat es nach 12 Stunden Arbeit verdient, nach Hause zu kommen, die Schuhe auszuziehen und die Füße hochzulegen.
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012



How could anyone ever tell you, you were something less than beautiful?
How could anyone ever tell you, you were less than whole?
How could anyone fail to notice, that your loving is a miracle?

A.n.j.a

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 4500
  • Alles
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #15 am: 10. Juli 2012, 18:22:28 »
Sehr interessant, sehr komplex, danke Lotta.

Ich finde mich am ehesten bei Jasmin wieder und moechte auch nochmal einen abstrakten Dank an die Wegbereiterinnen aussprechen, dank derer wir im Europa des Jahres  2012 so eine philosophische "Luxus"-Diskussion fuehren koennen.

Auch denke ich, die Werte muessten in der Tat erst mal definiert werden. Was ist von Medien und Popkultur vorgegeben, was Hochglanz-Wunschdenken, was faktische Realitaet und Alltag?  Wie und warum verschwimmt oft die Grenze? Was kann man davon ins eigene Leben und Fuehlen integrieren?

Wer erwartet was, wer ist das eigentlich, die Gesellschaft? Wer legt die Regeln fest, und warum, nach welchen Werten und welchem Schema? Sweetys Frage ist ein Knackpunkt, was meint Ihr dazu?

Ganz sicher ist das abhaengig vom Alter, vom Lebens- und auch Bildungshintergrund, von den jeweiligen Prioritaeten.  Sowohl derer, die "die Gesellschaft" darstellen, als auch und vor allem derer, die sich einem wie auch immer gearteten Verhaltensdikat unterordnen - oder eben nicht!

Ich kann fuer mich persoenlich sagen: ich lebe ein  hybrides Leben, eine Mischung aus Hubs Rollenschema in Union mit einem Vollzeitjob inkl. Kinder/Haushalt, auch wenn ich etwas Hilfe habe.

Ja, ich denke in recht archaischen Strukturen. Nein, ich kenne solche fortschrittlichen Maenner im Sinne vieler Ehemaenner hier nicht aus eigener Erfahrung.

Ich habe starke altruistische Tendenzen und die schlagen sich bei mir privat und beruflich schon immer stark nieder. Ich lebe nicht durch andere, aber es verschafft mir tiefe persoenliche Befriedigung und Glueck, wenn ich helfen kann, versorgen kann. Familie, Freunde, Kunden.

Das ist fuer mich persoenlich auch kein Widerspruch zu einem erfuellten eigenen Leben, ganz im Gegenteil.

Und da waeren wir bei der naechsten Definitionsfrage - was oder wer bestimmt, wie erfuellt ein Leben ist? Die Anzahl hipper Cafe-Besuche mit girlfriends? Die Sauna-/Wellness-Auszeiten? Das Buch, das man ungestoert lesen kann, die DVD, die man in Ruhe anschaut? Die vollen Baeuche der Familie nach einer Koch-Session? Ein gutsitzendes Shirt/Kleid, in dem man sich wohl und selbstbewusst fuehlt ?

Ich bin der Meinung, dass man sehr viel an der direkten Ausstrahlung eines Menschen festmachen kann. Dass man daran durchaus einen kleinen Einblick erhaelt, ob sich dieser Mensch in seiner Haut wohlfuehlt, mit sich im Reinen ist - oder eher etwas frustriert auf der Suche nach hoeher, schneller, weiter, besser.

Klar gibt es da nicht nur schwarz und weiss, nicht nur hochzufriedene ausgeglichene versus komplexierte unzufriedene Menschen , da sind eine Menge Grautoene. Und oft ist der erste oder zweite Eindruck nicht so aussagekraeftig, wie man dann rueckblickend feststellt.

Hmpf. Gerade ist mir die Luft ausgegangen ;D ich schick mal ab.
LG
Anja

A.n.j.a

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 4500
  • Alles
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #16 am: 10. Juli 2012, 18:26:04 »
Ach so, Lotta, sorry, die Frage, was fuer mich eine gute Mutter, Frau, Partnerin etc ist - die definiert meiner Meinung nach eben jeder fuer sich persoenlich.

Und inwieweit man sich da (sicher teils gezwungenermassen, Gerede von Nachbarn und Kollegen usw) zum zweifelnden Sklaven einer vermeintlich vorherrschenden Meinung macht, haengt davon ab, wie emotional sattelfest in diesen seinen Rollen ist und im Zweifel schlicht daruebersteht - was nicht heisst, dass man sich nicht immer mal wieder mal unter die Lupe nimmt und in Frage stellt.
« Letzte Änderung: 10. Juli 2012, 18:33:16 von A.n.j.a »

Sweety

  • Gast
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #17 am: 10. Juli 2012, 19:27:33 »
Nur zu diesem Punkt hier (später evtl. mehr, falls mir noch was Gutes einfällt ;D ):



Ich habe starke altruistische Tendenzen und die schlagen sich bei mir privat und beruflich schon immer stark nieder. Ich lebe nicht durch andere, aber es verschafft mir tiefe persoenliche Befriedigung und Glueck, wenn ich helfen kann, versorgen kann. Familie, Freunde, Kunden.

Das ist fuer mich persoenlich auch kein Widerspruch zu einem erfuellten eigenen Leben, ganz im Gegenteil.


Das ist das, was ich weiter oben meinte und irgendwie nicht gescheit auszudrücken wusste:

Wenn eine Frau ohne Beruf freiwillig sich so in den Dienst an der Familie stellt, wenn es für sie die Erfüllung ist - dann gibt sie sich nicht im Mindesten auf, wenn sie so lebt.
Im Gegenteil - sie macht, was sie glücklich macht. Und ich bin ganz sicher, dass eine solche Frau NICHT in Depressionen versinken wird, wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Mann in Rente. Denn Familie und jemanden zum Kümmern wird sie auch dann noch finden.

Wieso sollte das die Aufgabe der eigenen Identität sein? Wenn eine Frau das von Herzen so will, würde jeder andere Lebensweg, wenn ohne Notwendigkeit eingeschlagen, mehr Verleugnung der eigenen Identität sein.

Bei Anja schlägt sich das in Familie UND Beruf nieder, bei einer anderen womöglich NUR in der Familie. Ich finde es vermessen, bei Letzterer sofort zu unterstellen, dass sie ihre Persönlichkeit verliert, weil sie diesen Weg geht.

Filigrana

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 2103
  • Meine Wunschmaus
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #18 am: 10. Juli 2012, 19:32:03 »
Ich weiß auch nicht welches die Erwartungen an die Frauen genau sind. Aber wohl immer noch, dass sie hauptsächlich die Kinderbetreuung übernehmen sollen.

Wir haben momentan noch die klassische Rollenverteilung (Mann arbeitet, Frau daheim Kinder hüten) bald werde ich wieder zu arbeiten beginnen, nicht mehr Vollzeit aber das reicht mir schon. Ich freue mich riesig darauf endlich wieder mein EIGENES Geld zu verdienen, mich für anderes außer der Mutterrolle auszuzeichnen. Aber ich beneide meinen Mann ehrlich gesagt nicht um seine Rolle. Er hat die ganze finanzielle Verantwortung, muss Vollzeit arbeiten und hat somit wenig Zeit für seinen Sohn usw. Also ich fühle mich in meiner zukünftigen Rolle jetzt schon sehr wohl.

Als ich noch Vollzeit gearbeitet habe, wollte ich unbedingt Zuhause bleiben und Vollzeit Mutter sein. Aber das war nichts für mich, das ist nicht die Rolle in der ich zu 100% aufgehen kann. An was das liegt? An den persönlichen Umständen einer jeden Frau.

         
                "Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten"

A.n.j.a

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 4500
  • Alles
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #19 am: 10. Juli 2012, 19:36:37 »
Da hast Du vom Bauch her voellig recht, Sweety. Und es scheint ja auch sehr aehnlich.

Bei aehnlich gelagerten Diskussionen war bei mir die Crux bzw. stellte ich mir stellvertretermaessig oft zwei Fragen:

a) was passiert sonst so mit und im Kopf? Nicht dass man per se verdummt ohne Job,  es gibt zig andere Moeglichkeiten, sich geistig im Gleichgewicht zu halten, und da hat eben auch jeder seinen individuellen Anspruch.  Aber eben auch pragmatisch:

b) wo bleibt die Dame des Hauses mit evt. finanziellen Notwendigkeiten,  wenn ggfs. das Paarglueck eines Tages zu zerbrechen droht? Wo steht man dann, womit steht man dann wo? Was eigenen und Kindes Lebensunterhalt angeht, was eigene Zukunft angeht?

Das waren fuer mich immer sehr grosse Fragezeichen beim Lesen von Aeusserungen derjenigen, die sich ausschliesslich und ohne mittelfristige Aenderungsperspektive daheim befinden.

Voellig unabhaengig von einem grundsaetzlichen Erfuellt-sein.

Sweety

  • Gast
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #20 am: 10. Juli 2012, 20:18:35 »
Puh, da verzahnt sich jetzt so einiges. Aber bei einem derart komplexen Thema bleibt das wohl nicht aus.
Ich antworte jetzt mal nur von meiner eigenen individuellen Warte aus.

a.) Ich würde jetzt einfach mal davon ausgehen, dass wer sich wirklich bewusst und von Herzen für diesen Lebensweg entscheidet, auch kreativ und vorausblickend genug ist, sich auch außerfamiliäre Beschäftigung für den Kopf zu suchen. Das mag bei einem ein ständiges Caféhopping mit soundsovielen Freundinnen sein, bei anderen Ehrenämter oder irgendein Hobby, das einem Befriedigung verschafft.
Das schließt jetzt natürlich nicht diejenigen ein, die daheim sind, weil sie nichts anderes finden oder sich aus Mangel an Phantasie nichts anderes vorstellen können.

b.) Auch hier würde ich einfach mal davon ausgehen, dass bei bewusster Planung dieses Lebensweges auch genug weise Voraussicht vorhanden ist, gemeinsam Vorsorge zu treffen für den worst case. Hier bei EO hab ich gelernt, dass dieses Vorsorgen mitunter interpretiert wird als direktes Einplanen der Scheidung, aber das sehe ich einfach nicht so :-\

Ich persönlich bin auch eine Mischform. Sicher möchte ich nicht immer daheim sein (Gott bewahre!!), aber ich gehöre zu der Fraktion, die immer sagte: Ich brauche keine Arbeit, um mich geistig auszulasten. Dafür ist mein Job nicht verantwortlich. Wenn ich eine Tätigkeit habe, die das hergibt - super! Mit Kusshand!
Aber für mich persönlich gilt das eben nicht, dass ich arbeiten gehe um mich geistig auszulasten.
Ich gehe arbeiten, um Geld zu verdienen. Punkt. Das ist die Ausgangslage und diese Sichtweise versetzt mich in die schöne Lage, auch Drecksjobs und total schlechte Arbeitsklimata gut zu vertragen. Hat ja auch was für sich.
Wenn das Klima gut und die Arbeit interessant und erfüllend ist, ist das natürlich umso besser ;)

Da man sich bei solchen Diskussionen aber irgendwann verzweifelt im Kreis dreht, es sei denn, man kann wirklich annehmen, dass der eigene Weg eben nicht für jeden der beste sein muss, halte ich es letztlich auch mit der Devise "Jedem Tierchen sein Plaisierchen" ;D

redheart

  • Dino
  • *******
  • Beiträge: 11440
  • "Everything in moderation. Including moderation."
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #21 am: 10. Juli 2012, 20:25:38 »
Ich muss darüber noch genauer nachdenken. Im Moment treffe ich so einige Frauen, wo ich mich frage, ob das ich in 10 Jahren sein könnte und ich bin da immer etwas hin und her gerissen :)

Brains are wonderful, I wish everyone had one.

Sonne1978

  • Gast
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #22 am: 10. Juli 2012, 20:25:56 »
In der heutigen Zeit Frau zu sein, bedeutet für mich, dass mir alle Möglichkeiten zur Lebensgestaltung offen stehen. Das beinhaltet natürlich auch die Option (Ehe-)Mann und Kind(-er) und natürlich die Berufswahl.

Wir haben hier die klassische, heute eher als antiquiert angesehene, Variante: Mann verdient die Brötchen, Frau ist Zuhause. Ich werde wieder arbeiten gehen, aber die ersten 2-3 Jahre im Leben unserer Kinder möchte ich für sie sorgen, für sie da sein, sie erziehen. Die Zeit geht so schnell vorbei, es gibt soviele tolle Dinge, die ich in jeder Altersphase mit jedem einzelnen Kind erlebt habe. Gemessen an den Jahren, die ich noch mit Arbeit verbringe (bis ich 67 bin, gehen noch 33 Jahre ins Land), ist die Zeit mit meinen Kindern erschreckend kurz.

Eine gute Mutter... hat Freude an/mit ihren Kindern und ist mit sich selbst zufrieden. Alles andere kommt von selbst.

Eine gute Ehefrau?! Ich finde, Vertrauen und Respekt geben eine sichere Basis und in den Feinheiten einer Beziehung kommt's doch auf die individuellen Bedürfnisse an.

Die Erwartungen der Gesellschaft an eine Frau zu definieren, ist schwierig. "Die Gesellschaft", wer ist das? Die Mehrheit der Bevölkerung, die denkt, dass ... ? Ich glaube eher, dass Frauen sich heute selbst mehr unter Druck setzen, als die Gesellschaft die Frauen. Studium, Kind, Verwirklichung im Beruf, Kind in bezahlbarem KiTa-Platz, verheiratet, gutes Einkommen, Einfamilienhaus. Wenn das der Schlüssel zum Glück ist, glaube ich gern, dass man sich als Frau schnell überfordert fühlt. Hier möchte ich nochmal meine Eingangsworte nutzen: zur Lebensgestaltung stehen einer Frau heute alle Möglichkeiten offen. Einzig in der Kinderbetreuung sehe ich ein Problem, was eindeutig optimiert werden muss.
« Letzte Änderung: 10. Juli 2012, 20:30:03 von Sonne1978 »

~Netti~

  • Globaler Moderator
  • *****
  • Beiträge: 52481
  • Pflichtbewußte Chaos-Moderateuse
    • Mail
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #23 am: 10. Juli 2012, 20:29:08 »
Ihr könnt euch gerne darüber lustig machen, aber manche Dinge sind hier einfach wirklich noch wie früher. (Also natürlich nicht 100%ig, aber einfach in ganz vielen Kleinigkeiten merkt man das)

Ich schreibe hier auch nix weiter dazu, weil ich sowieso andere Ansichten habe. Denn ich lebe aus genau dem Grund gerne hier, weil eben in vielen Dingen ein wenig die Zeit stehen geblieben ist. Weil viele Frauen noch die klassische Mutter- und Hausfraurolle haben. (evtl. mit 400€ Job dazu) Zumindest solange die Kinder noch Grundschüler sind. Und weil in der Regel der Vater der Ernährer der Familie ist. Genau das ist es, was ich gut finde.

Und da ich damit hier mit kaum jemanden konform gehe, halte ich mich aus diesem Thread eben raus.  :)
« Letzte Änderung: 10. Juli 2012, 20:30:40 von ~Netti~ »

A.n.j.a

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 4500
  • Alles
Antw:Eigene und fremde "Rollenerwartungen" contra Realtät
« Antwort #24 am: 10. Juli 2012, 20:30:54 »
Sweety, ja, leider verzahnt sich da Einiges, da es eben auch alles irgendwie zusammenhaengt. Stimme Dir sehr zu. Vor allem Punkt b?, gesunde Voraussicht heisst ja nicht, bald ist alles Geschichte.

Ich wuerde immer von mir sagen, ich arbeite, um zu leben, und nicht umgekehrt. Auf keinen Fall. Aber ich bin dennoch und um so mehr dankbar, dass der Job mich, meine Interessen und mein Wesen, so super zurueckfedert und daher seinen eigenen Platz im Wohlfuehl-Karussell hat. Das ist ganz sicher nicht immer der Fall.

Wenn ich nicht arbeiten muesste, wer weiss, womit ich sonst meine Zeit verbraechte. Aber es ist muessig, das auch nur anzudenken, fuer mich.

@ Red: Du hast doch noch Zeit, Du junger Hupfer :-* schau Dich um, nimm Eindruecke mit. Mit fast 40 ist das eine wirklich andere Perspektive :)




 

NACH OBEN
Kontakt Impressum Datenschutzerklärung