Autor Thema: Die Rolle der Großeltern  (Gelesen 10568 mal)

Fliegenpilz

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Die Rolle der Großeltern
« am: 01. Dezember 2013, 20:13:20 »
Welche Rolle haben die Großeltern in eurem Alltag bzgl. der Kinder? :)

Was findet ihr besonders toll?
Was würdet ihr lieber ändern?
Wo stoßt ihr an eure eigenen Grenzen?

Und welchen Bezug hattet ihr zu euren Großeltern?
Wünscht ihr euch dasselbe für eure Kinder? Trauert ihr manchmal genau dieser Zeit hinterher? Versucht ihr eure Erfahrungen weiter zu geben?


Ich merke für mich, dass ich meine Meinung bzgl. Großeltern in vielen Punkten im Laufe der letzten fünf Jahre geändert habe. Ich merke auch, dass ich mir vieles anders wünsche, was teilweise leider nicht umsetzbar ist oder wo auch die Angst besteht jemanden auf die Füße zu treten. Manches finde ich einfach toll, weil ich es selbst so nicht kannte von meinen Großeltern und freue mich, dass meine Mädchen es so erleben.

Würde mich über eine rege Diskussion freuen bzgl. Großeltern heute, Großeltern früher und all dem Drumherum :)

min(e)

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #1 am: 01. Dezember 2013, 20:20:01 »
was ich mir wünsche, wäre, das die großeltern , bzw in ihrer nähe wären (als noch näher, sind ja *nur* 20min autofahrt entfernt, aber wir haben kein auto)
es wäre einfach schöner, wenn sie ihre enkelkinder öfters sehen könnten, aber durch die schichtarbeiten geht das so jetzt nicht

meine mutter (6std zugfahrt entfernt) würde die kinder auch gerne öfters sehen und vermisst sie sehr. sie wünsche ich mir natürlich auch hierher  :-[

ansonsten ist alles wunderbar

wir werden gefragt, ob dies oder jenes ok ist und sie sind sehr lieb mit den kindern :)


~Netti~

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #2 am: 01. Dezember 2013, 20:36:03 »
Schwieriges Thema für mich.

In meinem Kinderleben haben meine Großeltern eine SEHR große Rolle gespielt. Da meine Eltern sehr jung waren als sie mich bekamen, hatte ich junge Großeltern mütterlicherseits, junge Großeltern väterlicherseits und auch noch 2 Uromas. Ich war seit ich denken kann sehr viel bei meinen Großeltern, meine Oma (Mutter des Vaters) war schon mit Anfang 50 krankheitsbedingt in Rente. Meine Uromas ja sowieso. Da meine Eltern sehr jung waren, und einfach noch oft weggehen wollten, habe ich auch ganz oft bei meinen Großeltern das ganze Wochenende übernachtet. Ich kannte das gar nicht anders. In den Schulferien war ich auch mal gleich 2-3 Wochen bei meinen Großeltern. Für mich war das eine wundervolle Zeit! Und ja, ich würde viel dafür geben nochmal dort auf dem alten Sofa sitzen zu können. Mit meinem Opa Kreuzworträtsel machen....meiner Oma zuhören wie sie vom Krieg erzählt....
oder meiner Uroma, die 1903 geboren ist, wie das alles früher so war, als sie noch ein Kind war....
Das waren schon sehr, sehr schöne Zeiten.  :D :D :D
Ich hatte es als Kind sehr, sehr gut.  :D
Meine Uroma wohnte mit ihren Schwägerinnen zusammen in einem Haus, alle verwitwet. Wenn mir langweilig war, ging ich zu einer von den Tanten und dann haben wir Karten gespielt oder Halma. Irgendwer hatte immer Zeit.  :)

Bei meinen Kindern ist das heute etwas anders. Zu meinen Eltern haben sie ein gutes Verhältnis, aber sie waren lange nicht so viel dort wie wir als Kinder bei unseren Großeltern.
Und die Eltern meines Mannes kennen sie eigentlich kaum bis gar nicht.

Ich hätte noch viel zu schreiben, mag das aber nicht tun, es ist mir zu öffentlich.
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2013, 21:07:16 von ~Netti~ »

babbele

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #3 am: 01. Dezember 2013, 20:39:53 »
Hm, das ist viel, was es dazu zu sagen gibt :P
Unsere Kinder haben noch zwei "vollständige" Großelternpaare, mit den Eltern meines Mannes leben wir unter einem Dach, ein 3-Generationen-Haus also. So anstrengend das manchmal ist und obwohl ich es phasenweise verfluche, so toll ist es für die Kinder. Sie haben zwei Vetrauenspersonen mehr, immer jemanden zum Reden, zum Weinen, zum Lachen, auch wenn mal mit Mama und Papa Knatsch ist oder einfach die Zeit fehlt.  Die Kinder gehen die Treppe hoch, ganz sebstverständlich, lieben ihre Großeltern innig, vertrauen ihnen vollkommen und ich finde es für die Kinder eine wahnsinnige Bereicherung. Auch für uns ist es manchmal wirklich hilfreich und nimmt definitiv viel Stress aus dem Alltag! Nerven tut mich oftmals, dass Opa und Oma handeln wie Opa und Oma, die ihre Enkel alle paar Wochen mal sehen, also mit Verwöhnen, Ausnahmen machen, Süßkram, Betüteln usw. und mich das echt nervt, weil es  es halt täglich ist. Ist auch manchmal durchaus Streitpunkt (so ziemlich der einzige dafür).
Meine Eltern sind 350km entfernt und sehen die Kinder dementsprechend weniger, aber gerade Nina liebt meine Mama abgöttisch. Die beiden haben ein Verhältnis zueienander, dass ich manchmal sogar ein wenig eifersüchtig bin, wenn ich sie so erlebe  :-[ Ich bin dann doch echt abgeschrieben, sowohl bei meiner Tochter als auch bei meiner Mama. Ansonsten ist das wohl eine ganz typische Großeltern-Enkel-Beziehung mit Verwöhnprogramm, in den Himmel loben der Enkel, Stolzsein usw. darf es ja auch sein, ist ja nicht täglich.
Generell bin ich ruhiger geworden, weniger streitlustig. Mich haben immer so Sprüche geärgert wie "bei uns haben wir damals halt einfach dies oder jenes gemacht" oder "unsere Kinder sind auch groß geworden", "ich habe schließlich auch 2 Kinder groß gezogen". Heute schalte ich da auf Durchzug, das ist, glaube ich mittlerweile, so ein Großelternding.
Ich selbst hatte "nur" 2 Omas, über die Opas wurde nie gesprochen. Oma väterlicherseits hat nicht weit von uns entfernt gewohnt, wir haben Geburtstage, Weihnachten, Ostern usw. bei ihr verbracht mit der gesamten Familie. Als Kind fand ich das irgendwie schön, als ich älter wurde, hat mich schon gestört, dass immer alles nach ihrer Pfeife tanzen musste. Meine Mutter hat darunter oft gelitten, aber nie den Mund aufgemacht. Das habe ich als Kind deutlich wahrgenommen und immer das Gefühl gehabt, ich muss meiner Mama beistehen. Da habe ich mir schon bei der Geburt meiner Tochter geschworen, dass sie das nie durchstehen muss und ich meine Kämpfe selbst und offen austrage!
Meine andere Oma war sehr speziell, als Kinder waren wir im Urlaub dort (mit Mama) und ich habe nette, aber auch sehr, sehr bedrückende Erinnerungen daran. Als ich älter wurde, habe ich mich von ihr losgesagt. Einer der wenigen Menschen, denen ich auch im Rückblick einiges nicht verzeihen oder mit "Zeitgeist" schönreden kann.
Ich glaube, meine Kinder haben großes Glück, mit Opa und Oma Mullemaus und Oma und Opa Dedda (Namen, die sie ihnen selbst gegeben haben) 4 weitere Menschen an ihrer Seite zu haben, auf die sie sich bedingungslos verlassen können, da bin ich mir sicher. Das wird mir beim Schreiben klarer denn je.
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2013, 20:44:50 von babbele »
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann. F. Picabia


tini235

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #4 am: 01. Dezember 2013, 20:44:24 »
Bei mir selber: ich hatte nur eine Oma, die hab ich aber sehr oft gesehen und hab auch öfter samstags dort übernachtet, wenn meine Eltern ihren Kegelabend hatten.
war immer eine schöne Zeit und ich bin bis sie 1995 gestorben ist sehr oft bei ihr gewesen, hab mir ihre Geschichten angehört und Malefiz und Würfelspiele gespielt.

Bei meinen Jungs: Großeltern väterlicherseits wohnen hier am Ort und sind beide im Unruhestand, sie betreuen die Kinder einmal die Woche wenn ich arbeite und am Wochenende gehen die Jungs manchmal hin für ein Stündchen, helfen im Sommer bei Opa im Schrebergarten usw.
Meistens sind wir uns einig, die meisten Dinge akzeptiere ich als Oma-Ausnahmen (wie z.B. Fernsehprogramm), manchmal hatten wir schon Diskussionen (z.B. als ich nicht wollte, dass sie den Nachbarn "Onkel Heinz" nennt) aber im Großen und Ganzen ist es o.k.

Meine Eltern wohnen ca. 30 Minuten mit dem Auto entfernt, die sehen sie Freitag abends weil wir da Musik machen (Probe) und dann alle dort übernachten. Manchmal lassen wir die Kinder auch samstags dort und meine Eltern bringen sie sonntags heim. Dann wird mit Opa Fußball gespielt und mit Oma gespielt, gepuzzelt, gebastelt und manchmal gehen sie auch ins Schimmbad.

Eigentlich habens meine Kinder da luxuriös schön, stell ich grad fest. :)
Gesegnet mit 4 tollen Jungs!

Nachtvogel

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #5 am: 01. Dezember 2013, 20:51:07 »
hm...

Was für mich Großeltern idealerweise sind:

-Weiter enge Vertrauenspersonen und Vorbilder der Kinder.
-Ein Ort/Personen, bei denen die Kinder sich fast wie zu Hause fühlen, wo sie gerne sind und sich wohlfühlen
-Eine Art Rückzugsort für die Kinder
-Die *Verwöhninstanz* ;D (bei Oma und Opa geht auch mal mehr als bei Mama und Papa, die Regeln sind lockerer)

für uns Erwachsene gesprochen:
-Personen, bei denen ich meine Kinder abgeben kann und weiß, sie sind in den besten Händen
-Leute die (gerne!) einspringen, wenn wir sie für die Kinder brauchen
-Entlastung im Alltag der Eltern
-Vorbilder, Perosnen von denen man Rat erfragen kann



Unsere Realität ist glücklicherweise sehr nah an meiner Idealvorstellung dran :)

Was mich in unserer Konstellation stört?

Ganz klar...ich würde mir wünschen dass vor allem meine Eltern sich mehr einbringen...bzw das ist vielleicht falsch ausgedrückt. Sie sind schon immer zur Stelle wenns wirklich brennt, dass muss man schon sagen
ABER...es schwingt immer unterschwellig dieses *wisst bloss zu schätzen was wir hier für euch leisten!* mit und das nervt und hält mich meist davon aber überhaupt um nen Gefallen zu bitten  :-\ :-[
Bei ihnen merkt man nie, dass sie sich freuen die Kinder zu nehmen, dass sie gerne Zeit mit ihnen verbringen,...es ist immer so ein *wir nehmen sie weil ihr sonst ja nicht klarkommt, wir hoffen ihr wisst das wenigsten zu würdigen, was wir alles für euch tun* und das macht mich schon traurig wenn ich sehe, wie es bei den Schwiegereltern ist.
(und im Gegensatz zu meiner Schwiegermutter HÄTTE meine Mutter die Zeit)

Die Kinder da lassen um was für UNS zu machen geht garnicht *ihr wolltet Kinder, dann kümmert euch auchd rum*
*SOWAs macht man auch nicht mehr wenn man Kinder hat*

... ich frag schon garnicht mehr :-[

Sie lieben sie über alles, aber meine Eltern sind sehr speziell, dass waren sie bei mir als Kind auch schon, aber bei einem Einzelkind hatten sie es leichter:
Die Kinder sollen hier, und sie sollen da, sie sollen nichts anfassen, sie sollen nicht wild sein, sie sollen nicht zu laut sein, sie sollen sich nicht streiten...sie sollen schlicht und ergreifend nicht Kind sein :-\
sondern am besten kleine Vorzeigeschaufesterpüppchen...und das geht bei unseren Kindern wirklich ganz ganz schlecht S:D ;D


Meine Schwiegereltern sind anders...Man merkt sie freuen sich, die Kinder bei sich zu haben...Kein Unterschwelliges *ihr kommt nicht klar* oder *lobt uns in den Himmel für das was wir für euch machen* sondern ein *natürlich können sie kommen, wir haben sie gerne hier und wir verstehen, dass ihr auch mal für euch sein wollt, das haben wir auch gemacht!*

Nur zum einen arbeiten sie Beide, was die Zeit natürlich schon einschränkt und ebn auch ausschließt, dass sie einspringen wenn wir arbeiten müssen.

Und auch am WE sind sie eben ganz oft verplant und unternehmen viel.

Und dazu kommt eben dass wir grade für Freizeitdinge nur sie haben...Dh entweder sie können oder WIR können eben nicht :-\ und man will ja auch nicht ständig fragen weil ja nur sie da sind die wir fragen könnten :-[


Ich beneide unsere Freunde und Bekannte die allesamt die volle Unterstützung der Großeltern haben. Sie können arbeiten weil die Omas sich kümmern, sie können ausgehen wie und wann sie wollen weil die Omas immer zur Stelle sind und das GERNE machen,...
Alles bei uns so nicht machbar leider :-[
(heißt ja nicht dass man das dann bis zum Limit ausreizen würde, aber zumindest die Möglichkeit haben, wäre schon toll)

Was einmischen und Grenzen udn regeln angeht gibt es hier keine Probleme. Klar rollt man schonmal mit den Augen oder regt sich hier oder da mal über was auf...Aber so im Großen und Ganzen nix dramatisches und meist keiner Diskussion wert


Ich und meine Großeltern...

also die Eltern meiner Mutter sind da komplett raus.
Mein Opa wohnte weiter weg, kam 1x/Monat seine Rente abholen (lebte im Ausland) und hat dann bei uns gegessen. Er brachte mir dann Süßes mit und Taschengeld. Das ist aber auch alles an Bezug zu ihm, was ich hatte. Er war ansich in meinem Leben nicht präsent. Besuche, Unternehmungen,...gab es weiter nicht.

die Mutter meiner Mutter...Nun, die holte michs chonmal ab wenn sie mich irgendwo als Vorführenkel und als *schaut mal was ich für eine tolle Oma bin* brauchte s-:)
Ich hatte nix dagegen, sprang meist viel für mich bei raus... als Superoma darf man sich vor Anderen ja nunmal nicht lumpen lassen S:D
Aber einen emotionalen Bezug zu ihre hatte ich nie. Der Kontakt schlief auch irgendwann komplett ein, als Jugendliche erkannte sie mich auf der Straße schon garnicht mehr (und ich hab auch nie was gesagt, es war mir nicht wichtig...wie gesagt, kein emotionaler Bezug)


die Eltern mienes Vaters...wohnten sofort nebenan. Zu ihnen hatte ich ein gutes Verhältnis, ich sah sie täglich, ging fast jeden Tag *rüber* und im Sommer im gemeinsamen Garten sah man sich ja eh ständig.
Als ich noch kleiner war nahmen sie mich auch schonmal mit spazieren und so.

Aber die typischen *verwöhn-Großeltern* waren sie auch nicht. Es gab weder Geschenke außer der Reihe noch Ausflüge oder sowas (wofür ich meine Freunde immer beneidet habe...aber meine Großeltern hatten nunmal auch 12 Enkel, da geht auch nicht alles ;)) aber sie waren da, ich hab mich dort wohlgefühlt, hatte ein gutes Verhältnis zu ihnen und hab viele schöne Erinnerungen an die gemeinsame Zeit (gemeinsames Backen mit Oma, Gartenarbeit ode reinkaufen mit Oma, einfach mti ihnen im Garten sitzen und erzählen, Badminton mit Oma spielen,...) :) :-*
Meine Oma war/ist so eine richtige Oma ala *Kind was willst du essen? Kind komm ich mach das für dich! Kind pass auf!* ;D  :-*

« Letzte Änderung: 01. Dezember 2013, 21:02:59 von Nachtvogel »
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scarlet_rose

  • Dino
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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #6 am: 01. Dezember 2013, 20:53:30 »
Wir haben die Großeltern alle im direkten Umfeld. Die Oma im Haus nebenan, der Opa 1,5km weg, die andere Oma 4km weg und der letzte Opa (der keine große Rolle spielt) ist ca 30 Min. mit dem Auto weg.

Im Alltag spielen die Großeltern hier schon eine recht große Rolle. Liam verbringt jeden Donnerstag beim Opa und wenn er mal zur Oma möchte, kann er einfach rüber gehen. Auch gehen alle gerne mal mit ihm in den Urlaub.
Wir haben aber das Glück, Großeltern zu haben, die sich weder einmischen, noch unsere grenzen und Regeln überschreiten.

Liam liebt sie alle und Phasenweise fragt er sehr viel danach.
Zu Ändern gibt es eigentlich nichts, da es hier sehr harmonisch ist und die Großeltern wirklich unsere Grenzen anerkennen und uns nicht in den Rücken fallen.

Nachdem ich die Großeltern die ersten 2 Jahre sehr "kurz" gehalten habe, haben sie sich nie zu viel "Elternrolle" zugesprochen.
Wir haben aber auch alle insgesamt ein ziemlich enges, liebevolles und vertrautes Verhältnis.

Zudem hat er Urgroßeltern in Österreich, auch die hat er sehr gerne, spielen aber natürlich im Alltag eine sehr viel kleinere Rolle. Die sieht er im Urlaub und genießt auch das sehr.

Ich selbst hatte meine Großeltern immer 650km weit weg und fand das toll. Ich fand es super, im Urlaub hin zu fahren und die Großeltern etwas als besonderes zu haben. Die Sommer dort im Urlaub (vor Allem die ohne meine Eltern) waren der Inbegriff meiner Jugend  ;D All die Partys, die Zeit dort, die Menschen. Ich liebte es einen Ort zu haben, der mein Zuhause war aber dennoch fern von meinem Alltag. Eine zweites Zuhause, bei dem ich mich auch anders ausleben konnte und wollte, als hier.
Ich bemitleidete sogar Kinder, die ihre Großeltern direkt im Umfeld hatten, da diese nicht die Besonderheit hatten, zu Großeltern in den Urlaub zu können. Natürlich war ich damals noch klein und heute sehe ich das anders. Jetzt, wo ich sehe, wie Liam seine Großeltern liebt und welchen wichtigen Platz diese bei ihm einnehmen, bin ich froh, dass Liam seine immer um sich hat.

Sehr gerne würden wir, sofern wir ein geeignetes Haus finden, mit meiner Mutter zusammen ziehen, da wir ein sehr herzliches, aber absolut nicht aufdringliches Verhältnis haben. Sprich, obwohl wir nebeneinander wohnen, ist keiner aufdringlich oder ständig beim Anderen, keiner mischt sich ein. Genau richtig :)

Flower Eight Revival

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #7 am: 01. Dezember 2013, 20:56:15 »
meine kinder haben zu meine eltern ein sehr inniges verhaeltnis. sie werden ueber alles geliebt und verwoehnt. leider wohnen meine eltern (noch) mehrere hundert km von uns entfernt, aber zum glueck gibt es telefon und co. wir sehen uns recht oft. wir feiern ausserdem weihnachten immer zusammen.
zu den eltern meines mannes besteht ein distanziertes verhaeltnis, aber es wird besser. sie wohnen noch weiter als meine eltern von uns weg.

Samika

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #8 am: 01. Dezember 2013, 21:12:56 »
Großeltern fehlen uns hier manchmal sehr :(

Meine Eltern starben beide lange bevor unsere Kinder geboren wurden, der Vater meines Mannes ebenso. Die Mutter meines Mannes lebt noch, ist aber vom Typ ungefähr so wie Nachtvogel es von ihren Eltern beschreibt. Also nicht so, wie ich mir eine "ideale" Oma vorstelle.

Ich selbst habe nur noch meine Oma (Stiefmutter meines Vaters) kennengelernt, alle anderen Großelternteile starben vor meiner Geburt. Die Oma hat sich aber nicht für uns Kinder interessiert und ich habe sie nur alle paar Jahre auf einer Familienfeier gesehen. Sie starb als ich 11 Jahre alt war.

Schön fände ich Großeltern, die sich für die Kinder interesseren, die sie verwöhnen und bespaßen und immer gerne "nehmen". Eine Art erweiterte Mama&Papa, wo die Kinder sich wohlfühlen, sich wie zu Hause fühlen. Großeltern, die an unserem Leben teilhaben und sich idealerweise auch noch untereinander gut verstehen.


Haben wir leider nicht, vermissen wir sehr. Sehr. :'(

Funkenflug

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #9 am: 01. Dezember 2013, 21:13:51 »
Meine Kinder haben tolle Großeltern.
Ich würde mir nichts anderes wünschen, als das wie es jetzt ist.
Sie sind immer da, wenn es brennt. Sie lieben die beiden. Sie verbringen gerne Zeit mit ihnen. Sie haben ein tolles Verhältnis zu den Kindern. Sie akzeptieren unsere Lebensweise absolut und es gibt nie Streit wegen irgendwelcher Einmischungen oder sonst was.

Das einzige was ich schade finde ist, dass sie meine Mama seltener sehen, weil sie doch weiter weg wohnt.
Die anderen Großeltern sehen wir regelmäßig, da sie sehr nah wohnen.

Prinz 3/10
Prinzessin 11/13

Fliegenpilz

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #10 am: 01. Dezember 2013, 21:20:56 »
So viele auch sehr persönliche Beiträge - Dankeschön! :-*

Ich selbst hatte das Glück, dass meine Großeltern (beide Paare) in derselben Stadt lebten wie wir und bei beiden Paaren jeweils ein Teil arbeitsunfähig war (beide durch einen Arbeitsunfall). So hatte immer jemand Zeit für uns Kinder von kleinauf.
Ich habe viel Zeit bei meinen Großeltern mütterlicherseits verbracht, sie waren Tag wie Nacht da und haben sich gekümmert, obwohl beide dann doch sehr früh auch schwer krank wurden, so waren sie immer zur Stelle und ich hatte einen ganz engen Bezug zu ihnen.
Jeden Donnerstag kam meine Oma nach ihren Arztterminen zu uns zum Mittagessen, als ich noch im Kindergarten war hat sie mich dann immer mit zum Campingplatz genommen und ich hatte Freitags "Ferien". Mein Eltern kamen manchmal Freitags nach, manchmal holten sie mich nur Sonntags ab. Später zu Schulzeiten ging es dann halt immer Freitags mit dem Opa zum Campingplatz, der mich extra abholte. Wir haben immer Freitags Suppe zusammen gekocht und während die Suppe geköchelt hat gab es Butterbrötchen mit Mettwurst. Am Nachmittag schauten wir "Jeopardy", sie haben unzählige Kreuzworträtsel mit mir gemacht und Samstag Abend war immer "Wetten dass...??" Zeit. Ich habe es geliebt, durfte bei Oma im Bett schlafen und wir spielten Spiele wie "Wer kann am längsten die Luft anhalten?", "Wer kann am schnellsten einschlafen?" und "Wer kann am lautesten rülpsen?" (Ok, das spielte ich mit Opa ;D).

Die anderen Großeltern waren zwar auch immer da, hatten aber selbst noch einen pubertierenden, nicht gerade einfachen Teenager im Haus. Sie waren eher die "Bezahl-Großeltern". Alles was sie an Zeit nicht geben konnten, gaben sie an Geld. Ich bekam dort jeden Wunsch erfüllt. Mein Opa war immer der "Elefanten-Opa". Immer holte er mich an der Türe ab, ging auf die Knie, ich kletterte auf seinen Rücken und so ritt er mit mir ins Wohnzimmer. Dort gab es das Tierbuch mit einem unfassbar hässlichen Affen, jedes Mal schauten wir uns dieses Buch an und lachten uns über diesen Affen kaputt. Sie nahmen mich mit in den Urlaub, zeigten mir ein wenig Europa.

Großelternmäßig wuchs ich sehr behütet auf, habe tolle Erinnerungen und bin manchmal richtig wehmütig kein Kind mehr zu sein ;) Ich hatte sogar noch das Glück, dass mich die ersten 10 Lebensjahr weiß Ur-Großeltern-Paare begleitet haben, dann begann das große Sterben (Drei Urgroßeltern in zwei Jahren  :'( ). Hier war die Bindung nicht ganz so eng, aber doch sah ich alle regelmäßig. Sahen wir uns mal zwei Wochen nicht, dann war es schon lang. Dinge, die man als Kind gar nicht zu schätzen weiß, welch Glück man an der Stelle hat(te).

Damit bin ich auch direkt an der Stelle, die ich für meine Kinder heute traurig finde - die gemeinsame Zeit fehlt einfach. Sie haben die Großeltern hier vor Ort, sie haben meine Mutter, sie haben meinen Vater - aber alle vier arbeiten Vollzeit, haben z.T. selbst noch (kleine) Kinder und sind im Alltag stark eingebunden. Dazu kommt die (teilweise) Entfernung von 100 bzw. über 500km. Sie haben nicht das Glück, dass die Großeltern im Alltag eingebunden sind. Das Sehen der BayernOma ist immer ein Event, immer verbunden mit einem "Kurzurlaub". Das Sehen des Opas ebenso, obwohl er wirklich sehr oft versucht uns zu treffen.
Dennoch - und da bin ich sehr glücklich drüber - haben sie zu allen Großeltern ein sehr enges vertrauensvolles Verhältnis. Manchmal sehen sie die BayernOma 4 - 6 Monate nicht und kaum kommen wir in Sichtweite fallen sie der Oma um den Hals und kleben an ihr als hätte es nie eine Trennung gegeben. Das freut mich wirklich, für alle Partein!

Alle Großeltern hier versuchen nach ihren Möglichkeiten für die Mädchen da zu sein. Ich könnte die Mädchen jederzeit z.B. nach Bayern bringen bzw. abholen lassen, wenn es hier brennt und ich weiß, dass sie dort gut versorgt werden. Das macht man aber natürlich nicht, weil man mal einen Abend ausgehen möchte ... auch springt mein Vater jederzeit ein, nimmt sich Urlaub oder plant seine freien Wochenenden nun so um mich optimal in der Kinderbetreuung zu unterstützen. Das rechne ich ihm auch hoch an - und sehe es ebenso als Bereicherung für die Mädchen, die auf diese Art - Zeit mit dem Opa ohne Mama - eigene Erfahrungen und Erlebnisse sammeln können. Die Großeltern vor Ort sind eigentlich immer busy ;) und dennoch versuchen sie viel Zeit mit den Mädchen zu verbringen, unternehmen schöne Sachen mit ihnen und greifen mir heute, als Alleinerziehende, wirklich unter die Arme (wenn ich mal fragen würde s-:)).

In den ersten 1 - 2 Jahren mit Kindern war ich bzgl. Großeltern sehr skeptisch. Ich hatte Sorge, dass sie mich als Mutter nicht akzeptieren, immerhin bin ich ja selbst ihr Kind bzw. Schwiegerkind - und habe ihnen daher bestimmt das eine oder andere Mal unrecht getan. Die Kinder mal einen Tag mit den Großeltern alleine lassen? Undenkbar. Ich hatte Sorge, dass all meine Erziehung über Board geworfen wird und ich nachher bei 0 wieder anfangen muss. Heute weiß ich: Blödsinn! Natürlich läuft manches, einiges oder gar vieles anders bei den Großeltern, aber die Kinder wissen genau, dass es überall anders ist und können das sehr genau unterscheiden. Und nur weil die Großeltern Dinge anders handhaben untergraben sie nicht meine Authorität oder zweifeln an meiner Fähigkeit als Mutter. Das war ein Lernprozess für mich - und wenn ich den Gesprächen mit den Großeltern glauben kann, dann auch für sie. Habe ich sie doch alle zum ersten Mal zu Großeltern gemacht, auch sie mussten in die neue Rolle reinfinden - und heute denke ich: Hätten wir alle mehr miteinander gesprochen, dann wäre vieles bestimmt einfacher gewesen :)

Schade finde ich, dass meine Kinder nicht so ein Urgroßeltern-Glück haben. Als die Große geboren wurde hatte sie noch 10 Monate eine UrUrGroßmutter, aber daran kann sich wohl keiner von beiden erinnern ;) Die Urgroßmütter sind rar gesät. Die erste starb im April 2009, die Zweite ist seit über einem Jahrzehnt bettlägrig, ist nun ins Hospiz gezogen. Die Kinder kennen sie aus ein paar wenigen Besuchen, aber so wirklich hatte niemand was davon - dennoch war es mir wichtig, dass sie sich einander kennenlernen und meine Mädchen erzählen auch viel von der "Bett-Oma". Die UrOpas leben beide noch, sind fit & agil - aber auch hier wieder: Die Entfernung. 100 & 180km. Beide fahren so weite Strecken nicht und dann noch die liebe Zeit. Schade :-[

Schön finde ich, dass meine Mädchen so junge Großeltern haben. Sie werden - so Gott will! - noch viel Zeit mit ihren Großeltern haben, sie werden einen langen gemeinsamen Weg haben, werden noch viele gemeinsame Erlebnisse haben und Geschichten für ihre eigenen Kinder sammeln können. Ich hoffe, dass es so kommen wird und es keine "Bezahl-Großeltern" werden, die die fehlende Zeit mit ausreichend großen & teuren Geschenken kompensieren. Davon haben die Kinder weniger ...


@Samika
 :'( s-druecken

Bomelo

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #11 am: 01. Dezember 2013, 21:32:50 »


Ich hatte ein tolles Verhältnis zu meinen Großeltern und auch die Großeltern meiner Kinder sind immer für sie da. Ich hoffe, sie können rückblickend als Erwachsene ebenfalls so liebevolle Erinnerungen mitnehmen.

« Letzte Änderung: 01. Dezember 2013, 21:35:03 von Bomelo »
der beste große Bruder der Welt :-*


2620 Gramm, 47 cm, 100% Wunder :-*

some&leni&ben

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #12 am: 01. Dezember 2013, 21:38:54 »
Ich war früher sehr oft bei meiner Oma (Mama meines Papas). Als wir klein waren, hat sie meiner Mutter sehr viel geholfen (sowohl unterstützend als auch finanziell), weil mein Papa oft weg war. Wir waren oft bei ihr und ich liebe sie auch heute noch abgöttisch. Sie ist um uns sehr bemüht obwohl sie mittlerweile nach einem Schlaganfall in einem Altenheim leben muss. An meine vier (!) Uromas habe ich keine Erinnerungen mehr, sie waren damals wohl um die 80.

Bei meiner anderen Oma (+Opa) waren wir als Kinder auch recht häufig. Sie hatten einen Campingwagen an der holländischen Grenze und das war für uns natürlich traumhaft. In den Ferien waren wir oft mehrere Wochen dort. Das Verhältnis war jedoch ein ganz anderes. Weniger herzlich.


Mein Papa, also Leni's Opa, ist absolut vernarrt in sie. Auch wir haben ein sehr sehr gutes Verhältnis (wohnen auch nur 5 Minuten mit dem Auto auseinander). Wir sehen uns beinahe täglich.

Meine Schwiegereltern sind bereits über 80 und somit eher Generation meiner Oma. Sie können also gar nicht helfen, selbst wenn sie wollten. Aber sie haben uns gern um sich und lieben die Kleine, das ist die Hauptsache. Wir sehen uns etwa ein bis zwei Mal pro Woche (auch nur 5 Minuten).

Meine Mutter - nun ja. Sie war schon für uns nie da und ist lieber in den Urlaub gefahren, als uns aus brenzligen Situationen zu helfen. Heut ist das nicht anders. Auch uns trennen nur etwa 10 Minuten Fahrt, dennoch haben wir sie nicht häufiger als etwa 5 Mal in diesem Jahr gesehen.

Für die Schwangerschaft mit dem Kleinen interessiert sie sich nur mäßig, für mich noch weniger. Leni schaut mich immer mit großen Augen an und ich muss sie erinnern, wer das eigentlich ist.

 Ich finds schade für Leni. Ich kann damit umgehen und erwarte einfach nichts mehr. Sie ist erst 52 und könnte noch viele schöne Jahre mit ihren Enkeln verbringen. Aber wie heißt es so schön - wer nicht will, der hat schon.

Ich beneide daher jeden, der fürsorgliche, liebevolle Großeltern für seine Kinder hat. Dabei geht es mir weniger um die Entlastung, die sie sein können (die wir also auch null haben) als vielmehr um eben jene weitere Vertrauensperson, die sie für die Kinder darstellen können.
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2013, 22:01:00 von someandleni_:-) »
LG
some




satti

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #13 am: 01. Dezember 2013, 21:51:58 »
hm...
ich red jetzt nur mal von anna,bei meinen grossen war alles noch anderst  ;)
anna hat zu den schwigis ein innigeres verhältniss als zu meiner mama,diese arbeitet fast voll,hat einen hund,ist allein und wohnt (zwar nur)15km weg,aber es ist durch ihren job (im hotel auch wochenende /feiertags) etc recht schwirig und wir sehen uns als 2-3 wochen net.....aber wir telefonieren viel und sie ist immer auf dem laufenden

bei den schwigis war anna von klein auf viel(ich war arbeiten) und der opa ist auch recht zeitnah an annas geburt in pension,somit haben die beiden viel zeit,platz udn finazielle mittel  ;)
aber ich würde mir wünschend as sie mehr initiative ergreifen würden...von sich aus mal was mit anna machen....wenn anna selber fragt oder wir dann darf anna immer kommen oder sie gehen mal in zoo oder so aber mehr eben auch nicht und ich weiss nicht warum  :-\


ich war viel bei meinem grosselternpaar (vater seite) udn gerne dort-aber hauptsache wegen dem opa,als der starb bin ich nimmer allein oder zum übernachten hin(da war ich 10)
meine mama hatte nur noch eine stiefmama,die "bekam" sie als sie 14 war,sie war nett,hatte aber nie eigenen kinder und konnte nichts mit mir anfangen...daher,fast kein konatkt....
Lache- jeden Tag
Liebe- unendlich
Lebe- jeden Augenblick

Yesterday is history,tomorrow is mystery,but today is a gift.thats's why we call it the present

Nipa

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #14 am: 01. Dezember 2013, 22:09:15 »
Ich hatte tolle Zeiten mit beiden Großelternpaaren.
Die Seite mütterlicherseits war mir etwas näher, aber so viel war das nicht....

Unsere Kinder haben 2 Grosselternpaare, 1 Urgroßelternpaar und eine Uroma.

Zu den Urgroßeltern ist die Beziehung wegen Zeit und Entfernung nicht sooo intensiv, aber gerade die Uroma ist den Jungs echt wichtig.

Zu den Großeltern besteht beidseitig ein sehr gutes Verhältnis von Kindern zu Großeltern.

Meine Schwiegereltern und wir haben ein etwas schwieriges Verhältnis - allerdings haben wir immer Wert drauf gelegt das nicht, dass sich das nicht auf das Enkel-Großeltern-Verhältnis auswirkt.
Im Zweifel haben wir die Kinder eben an der Tür übergeben und uns nicht groß unterhalten.

Meine Eltern haben ein gutes Verhältnis zu uns und den Kindern, allerdings ist mein Vater krankheitsbedingt nicht mehr so belastbar.

Die Großeltern nehmen die Kinder regelmässig einen Nachmittag/Woche nach dem Kindergarten.
Ca. 1x/Monat schlafen die Kinder bei den Großeltern auf der einen oder anderen Seite.
Auch so springen sie jederzeit ein, wenn Not am Mann ist. Selbst mein Schwiegervater ist 1x eingesprungen und mit dem Großen zum Musikgarten als meine Schwiegermutter ausgefallen ist.

Für die Kinder machen alle miteinander unglaublich viel, dafür sind wir auch dankbar und ich finde es einfach für die Kinder schön und wichtig, so dass ich mich eben auch mal zurücknehme und über Dinge hinwegsehe.




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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #15 am: 01. Dezember 2013, 22:31:14 »
ich bin selbst ab einem halben jahr halbtags bei meinen großeltern aufgewachsen und habe dort auch einige wochenenden verbracht. ich war dort gut aufgehoben aber ich wäre bestimmt glücklicher bei meinen eltern gewesen. einfach weil ich im nachhinein glaube ein so kleines kind braucht vorallem die mutter noch sehr stark. leider ist das verhältnis zu meiner mutter (auch zu meinem vater) oft schwierig. manchmal glaube ich sie waren beide nie so stark an mich gebunden wie es hätte sein sollen.

trotzdem sind sie sehr liebevolle großeltern (vielleicht können sie das einfach besser) für meine tochter und auch wenn manches mal schon heiß diskutiert wurde, werden doch im nachhinein immer unsre "erziehungsvorstellungen" akzeptiert und toleriert.
wenn es brennt weiß ich wen ich anrufen kann und wer einspringen würde.
allerdings wünsche ich mir manchmal ein wenig mehr eigeninitiative. meist frage ich und in letzter zeit kommt es schonmal öfter vor dass meine mutter sagt, sie habe keinen bock mich zu unterstützen.  :-[ o-ton.
ich glaube sie hat sich niemals selbst maßiv in ihren bedürfnissen zurück stellen müssen und kann das jetzt natürlich auch nicht.

schwiegereltern sind geschieden und verstritten. sie ist ganz ok aber alkoholkrank und zu ihm haben wir den kontakt abgebrochen weil er einfach richtig spinnt.
von der seite kommt keine unterstützung. beide würden wollen aber wir wollen es nicht.





Giraffe

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #16 am: 01. Dezember 2013, 23:08:39 »
@Miau: da kommt mir einiges bekannt vor...

Meine Großeltern waren für mich Elternersatz.
Das wollte ich für meinen Sohn NIE-UND-NIMMER
(obwohl ich meine Großeltern geliebt habe, nicht falsch verstehen)

Unser Sohn hat zu seinen Großeltern ein sehr gutes Verhältnis mit ausnahme meines Vaters, den er kaum sieht (er hat selbstgewählt kaum Kontakt mit uns)

Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen, halt ich lieber die Fäden in der Hand. Großeltern sind zum Genießen da, für Ausflüge, zum Verwöhnen usw. Alltagsverpflichtungen haben sie bei uns praktisch nicht, natürlich springen sie mal ein, wenn Not am Mann ist, aber das ist wirklich die Ausnahme. Manchmal wäre mehr Eigeninitative schön, andererseits schätze ich es sehr, dass sie sich auch nie einmischen oder ihre Meinung ungefragt abgeben.

Und sie lieben allesamt unseren Sohn sehr und verbringen sehr gerne Zeit mit ihm und er mit ihnen. Das ist das Wichtigste für mich. 
sohn * 25. september 2007 spontan bei 25+4 SSW- 900g, 35 cm

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #17 am: 01. Dezember 2013, 23:31:49 »
Welche Rolle haben die Großeltern in eurem Alltag bzgl. der Kinder? :)

Was findet ihr besonders toll?
Was würdet ihr lieber ändern?
Wo stoßt ihr an eure eigenen Grenzen?

Und welchen Bezug hattet ihr zu euren Großeltern?
Wünscht ihr euch dasselbe für eure Kinder? Trauert ihr manchmal genau dieser Zeit hinterher? Versucht ihr eure Erfahrungen weiter zu geben?

Welche Rolle - ja da die Kinder ja ede Menge Großeltern haben schwierig.
Mein Vater und seine Frau leben keine 10 min mit dem Autoentfernt von uns. Sie haben eine enge Bindung zu den Kindern holen sie spontan vom Kiga ab wenn sich sie darum bitte, unternehmen etwas mit ihnen wenn sie Zeit haben. Die Kinder übenachten dort total gerne. Für mich ist es fast die Idealsituation als Großeltern. :)  Die Kinder lieben sie abgöttisch. Altersgerechte Behandlung aber doch viel betüdelung.
Meine Mama und ihr Mann leben 1000 km weit weg. In einem anderen Lannd. Wir skypen und telefonieren oft, sehen uns ca. alle 3-4 Monate. Die Kinder lieben sie abgöttisch. Aufgrund der Entfernung haben sie dann immer volle Aufmerksamkeit. Wenn wir dort sind machen wir Ausflüge, backen Kuchen, machen einfach tolle Dinge zu Hause. Die Kinder fühlen sich dort super wohl. Sie werden ernst genommen und altersgerecht behandelt. Bekommen aber auch Grenzen aufgezeigt. Mehr als bei den anderen Großeltern. Liegt aber sicher auch einfach an der Art und an der Tatsache das meine Schwester selbst nur 2 Jahre älter ist als meine Älteste.
Meine Schwiegereltern, 20 Jahre älter als meine Eltern. Die Kinder mögen sie, würden aber niemals dort übernachten. Mal tagsüber aufpassen ja, aber niemals übernachten. sie werden nicht altersgemäß behandelt. Total verhätschelt. Unsere Große ist schnell genervt und tut dies auch kund. Keine Grenzen oder konsequenzen eher werden die Kinder veralbert. Im Alltag gibt es Telefonate da sie 350km entfernt wohnen.
Meine Großeltern, ihre Urgroßeltern wohnen hier ca. 15 Min entfernt. Von den Kindern werden sie liebevoll die Süßigkeiteneltern genannt. Sie gerne hin werden dort umsorgt und verzuckert. Im Alltag eher weniger weil der kontakt recht holprig ist. Aber er ist da. Worüber ich sehr froh bin, weil das noch nicht so lange ist. :)

Ich war oft Wochenweise bei meinen Großeltern und habe dort Alltag erlebt. Meine Tante ist nur 2 Jahre älter als ich. (Ja es wiederholt sich bei uns in der Familie ;D) und es war wie mit einer Schwester aufzuwachsen. :) Habe nur positive Erinnerung aus der Kindheit. In der Jugendzeit gab es viel kritisches, was aber für mich nichts mehr zur Sache tut. Es ist auch unwichtig für meine Kinder. Sie werden es nicht erleben darauf achte ich schon.

Was würde ich gerne ändern. Das beamen erfinden für meine Mama und die Kinder.
Ich beäuge bvieles sorgsam, schreite aber fast nie ein. Ich bitte darum nicht zuviel Süßes zu verfüttern, auf das Fernsehprogramm zu achten wenn welches geschaut wird. Ansonsten vertraue ich meinen Teil der Familie blind.
Da die Kinder nicht wirklich alleine sind bei den Schwiegereltern las ich es einfach laufen wenn wir da sind. Ich achte darauf das die Kidner höflich sind und nicht zu überdrehen was dort öfters passiert aufgrund der dauerbspaßung und Albernheit.

Im Moment behaupte ich mal wir haben es gut hinbekommen die Balance zwischen Eltern und Großeltern und Kindern. :)

Ich merke gerade beim schreiben wie zufrieden ich mich eigentlich gerade fühle weil es so ist. :)

Honigbluete

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #18 am: 01. Dezember 2013, 23:44:06 »
Ich bin ohne leibliche Großeltern aufgewachsen, hatte aber sehr tolle Ersatz Großeltern. Die haben meine Eltern unterstützt, uns die Welt gezeigt, uns unterstützt.

Lukas hat meine Mutter noch kennen gelernt, meinen Vater leider nicht. Meine Mutter lebte auch gut 400 km weit weg, trotzdem war der Kontakt innig. Mit meinen Schwiegereltern haben die Jungs, besonders Lukas, eine sehr enge Bindung. Sie leben ca. 20 Minuten mit dem Auto entfernt, wir sehen uns regelmäßig, aber beileibe nicht täglich. Ich finde es so ideal, es ist immer etwas besonderes, und trotzdem selbstverständlich.
Lukas war schon ein paar Mal alleine bei ihnen für ein paar Tage, das fordert er ab und zu mal ein...

Ich sehe Großeltern als Bereicherung an, wenn alles gut läuft. Die Enkel haben weitere Bezugspersonen, die ganze Familie wird entlastet. Und der Kontakt der Großeltern und Eltern bekommt nochmal eine andere Dimension...

Ich bin mittlerweile sehr zufrieden und dankbar, dass wir unser manchmal schwieriges Verhältnis heute ganz entspannt und vertraut genießen können!



MammaMuh

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #19 am: 02. Dezember 2013, 08:37:19 »
Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu meiner Oma mütterlicher Seits. Zu den Eltern meines Papas eher nicht, das waren Pflichtbesuche bei Fremden. Mein Gefühl war auch immer, dass die sich so gar nicht für uns interessiert haben. Aber zu der Zeit war mir das auch egal, ich hatte ja ne tolle Oma vor Ort. Leider ist die schon vor vielen Jahren gestorben.

Unsere Kinder haben noch alle Großeltern plus 3 Uromas und einen Uropa. Wir wohnen halt so jeweils 100km von allen entfernt, dadurch haben wir halt keinen Alltag mit den Großeltern, sondern fahren meist ein ganzes Wochenende hin, oft fahren auch die Kinder alleine. Für die Kinder ist das toll, weil die dann viel Zeit mit ihnen haben. Wir telefonieren oft, die Kinder schicken Postkarten oder laden sich halt ein, weil sie Sehnsucht haben. Ich find das schön. Die haben auch alle viel Interesse und nehmen sich gern Zeit. Meine Mama ist jetzt auch zuhause, da lädt sich die Kleine grad gern ein unter der Woche  ;D

Manchmal fehlt mir die Familie vor Ort. Wir kommen ganz gut so klar, nur wäre es einfacher, wenn wir hier mal jemanden hätten, der ein Kind vom KiGa oder aus der Schule abholen könnte, wenn Not am Mann ist oder auch ganz regelmäßig, um uns einfach zu entlasten.
nasfried 01/07 und hornfried 03/10

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~Netti~

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #20 am: 02. Dezember 2013, 08:46:34 »
Zitat
Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen, halt ich lieber die Fäden in der Hand. Großeltern sind zum Genießen da, für Ausflüge, zum Verwöhnen usw. Alltagsverpflichtungen haben sie bei uns praktisch nicht, natürlich springen sie mal ein, wenn Not am Mann ist, aber das ist wirklich die Ausnahme.

Das hat mir ganz gut gefallen, daher mag ich das mal unterschreiben.
Ich persönlich - und das schreibe ich jetzt nur für mich - finde es furchtbar, wenn Großeltern Alltagsverpflichtungen mit den Enkeln haben. Ich möchte das nicht. Ich möchte es auch nicht, dass die Kinder von den Großeltern betreut werden, wenn ich arbeite. MAL ja, wenn es wirklich mal eine Notsituation ist, aber ansich bin ich da total dagegen.

Ich trauere meiner Kindheit natürlich manchmal hinterher, wer tut das nicht. Aber nein, so wie das bei mir war, so würde ich mir das für meine Kinder in der Tat nicht wünschen. Ich habe dazu eine andere Einstellung.

Da 2 meiner Kinder ja groß sind: Sollte ich irgendwann (hoffentlich nicht schon bald) mal Enkelkinder bekommen, dann wird das hier auch so ablaufen, dass wir als Großeltern mit den Enkeln schöne Sachen machen. Ein Großelterntag, an dem man mit dem Kind schwimmen geht oder bäckt und bastelt, was auch immer. Aber ich werde nicht zur Verfügung stehen um täglich auf die Kinder aufzupassen, damit die Eltern arbeiten gehen können oder sowas. Sowas möchte ich nicht.
« Letzte Änderung: 02. Dezember 2013, 08:50:31 von ~Netti~ »

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #21 am: 02. Dezember 2013, 08:48:55 »
@netti
Hm, was befürchtest du dann? Denn irgendwas muss man dabei als negativ ansehen, wenn eine solche Ablehnungshaltung vorhanden ist.

Ich sehe da nur den positiven Aspekt, aber ich bin eh anders aufgewachsen als die meisten hier. Wenn meine Eltern vor Ort leben würden, wären sie im Alltagsgeschehen ein wichtiger und fester Bestandteil.

~Netti~

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #22 am: 02. Dezember 2013, 08:51:23 »
Das möchte ich hier nicht schreiben, ich schreib dir eine Pn. :)

Flower Eight Revival

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #23 am: 02. Dezember 2013, 08:53:23 »
 :)

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Antw:Die Rolle der Großeltern
« Antwort #24 am: 02. Dezember 2013, 09:13:32 »
Achja
Wir hatten mit unseren Großeltern auch sehr viel Spaß
Mittags wäre eher ruhig, da haben sie Mittagsschlaf gemacht xD
Oder Opa hat dann seine geliebten Kreuzworträtsel gemacht

Zu mittag wurden wir (obwohl eigentlich immer) von oma verwöhnt. Wir sollten ja viel essen, damit wir groß und dick werden xD Opa brummelte dann immer, lass sie doch soviel essen, wie sie können. Wenn sie nichts mehr packen, dann ist es doch gut?

Oder wenn oma super gute Laune hatte, hat sie das radio lauter gemacht und mit uns getanzt

Wir durften dann nachts auch öfters bei ihnen im Bett schlafen... Dort fand dann das gewitterspiel statt xD
Es gab vom oma dann auch noch ein betthupferle (süßes... aaaah, die Zähne, die Zähne)
Und den eskimokuss :)

Sie sind auch, solange sie konnten, oft mit uns im Wald unterwegs gewesen (Opa hat bei der Försterei gearbeitet?) oder wir waren dann auch mittags in den umliegenden Gaststätten. Wir durften dann auch immer kalten Kaffee haben ^^
Wir waren auch gerne in Parks unterwegs (Kurpfalz Park zB)

Wir sind auch öfters mit musikmachen gefahren (Opa hat Ziehharmonika gespielt)


 

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