Autor Thema: Ablehnung in der Familie  (Gelesen 10555 mal)

Fliegenpilz

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Ablehnung in der Familie
« am: 11. August 2012, 19:43:54 »
Wie geht ihr damit um - oder: Wie würdet ihr damit umgehen - wenn euer Kind bzw. eins eurer Kinder in der engeren Familie abgelehnt wird?

Ablehnung im Sinne von: Man spricht schlecht über das Kind in seiner Anwesenheit, es wird ausgeschimpft für Banalitäten, es wird versucht komplett das Kind zu verändern, falls vorhanden: Weitere Kinder werden bevorzugt behandelt.

Ich bin sehr interessiert an einem regen Austausch, vielleicht sind ja noch mehr Eltern betroffen und können mitteilen wie sie damit umgehen, was sie selbst dabei fühlen, wie sie selbst sich in dieser Situation verhalten, wie sie das Kind stärken und ab welchen Punkt einfach nur noch auf Durchzug geschaltet wird.

Unser Urlaub war schön ... aber auch ernüchternd. Ich habe viel gelernt in diesen zwölf Tagen.

~Netti~

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #1 am: 11. August 2012, 19:47:13 »
Das hört sich leider traurig an.  :-[

Ich kann wenig schreiben dazu, ich weiß, dass meine Mama auch ein Lieblingsenkelkind hat, muss aber dazu sagen, dass sie sehr gerecht ist, in allen Belangen. Also auch emotional, da kann man ihr eigentlich nix vorwerfen. Und ansonsten hab ich sowas zum Glück nicht innerhalb der Familie. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen würde, wenn ich das müsste, es würde mich aber belasten denke ich.  :-\


Jules

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #2 am: 11. August 2012, 20:01:05 »
Schrecklich sowas.
 :'(

Ich würde mich knallhart von allen zurückziehen, die sowas mit einem meiner Kinder abziehen würden.

Mein Bruder und ich waren einer Oma von uns nix wert, die "einzig guten Enkel" waren die Kinder von meinem Onkel, ich habe ihr das immer sehr übel genommen.
 

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #3 am: 11. August 2012, 20:01:10 »
In der Familie haben wir das zum Glück nicht. Aber bei der Patentante von Jule habe ich schon manchmal das Gefühl das sie Jule bevorzugt und Finn eher nieder macht.
Was ich dagegen mache? Ich schaue halt sehr genau wie Finn behandelt wird und schreite auch schneller ein. Wenn sie mal wieder zu arg mit ihm schimpft dann sage ich ihr auch das ich das nicht in Ordnung finde. Ich habe ihr auch schon gesagt das sie zu weit geht und so mit Finn nicht schimpfen muss.

@netti
Das mit dem Lieblingsenkelkind finde ich noch nicht mal schlimm. Schlimm finde ich es nur wenn man es sehr deutlich die Kinder merken lässt.




♫ Pe ♫

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #4 am: 11. August 2012, 20:06:34 »



Ich würde mich knallhart von allen zurückziehen, die sowas mit einem meiner Kinder abziehen würden.

Seh ich auch so.Ich könnte da nicht mal mehr auf Durchzug schalten.Entweder akzeptiert man mich komplett als Familie,oder läßt es sein.Traurig sowas  :-\

@Christiane tut mir leid das du sowas erfahren mußtest  :-[




Wenn ich ein Vogel wäre,wüßte ich sofort,wem ich auf den Kopf kacken würde!!

- 8,0 Tschakka...

Fliegenpilz

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #5 am: 11. August 2012, 20:08:37 »
Ich würde mich knallhart von allen zurückziehen, die sowas mit einem meiner Kinder abziehen würden.

Und das ist immer so umsetzbar? Bezweifel ich, mittlerweile! Vielleicht hätte ich früher ohne das neue Wissen ebenso geredet - es handelt sich ja immerhin um mein geliebtes Kind. Andererseits ist es zu Schwarzweiß gedacht, da der Rückzug von einer Person in der direkten Familie gar nicht so einfach ist bzw. würde es einen Rattenschwanz mit sich ziehen, den ich einfach (auf meiner eigenen Vergangenheit beruhend) gar nicht verantworten könnte und möchte!

hexe_mel24

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #6 am: 11. August 2012, 20:20:55 »
Wir haben das selbst erlebt mit meinem Schwager, Celine hat alles bekommen, Josephine war ein Klotz am Bein. Celine wurde angerufen, Josephine nicht. Mit Celine wurde geschmust und getobt mit Josephine nicht usw. Wir haben den Kontakt komplett abgebrochen. Ist zwar schade, aber wir haben nicht eingesehen, das ein Kind anders behandelt wird als das andere.

liadan

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #7 am: 11. August 2012, 20:31:11 »
Christiane, wenn es was nützen sollte, dann würde ich das klar ansprechen und würde eben sagen, das wenn es eben so ist wie es zu sein scheint, dann möchte derjenige sich zurücknehmen in offensichtlicher Ablehnung damit Deine Tochter eben nicht merkt was los ist.

Sollte sie was merken dann musst Du sie eben bestärken und je nach Alter und Verständigkeit sagen was Sache ist und eben sagen das SIE nichts dafür kann sondern das der andere es eben nicht besser weiß. Ebenso würde ich versuchen den Kontakt soweit gering zu halten das mein Kind keinen Schaden nimmt. Oder das noch Rivalitäten zwischen den Geschwistern entstehen oder das Geschwisterkind sich womöglich noch schuldig fühlt. Kinder denken manchmal verquer.

Selber bin ich ja so ein Kind ich habe direkte Ablehnung von meinem Vater bekommen, bs heute noch. Er bemüht sich zwar aber das klappt einfach nicht, ich bin ihm nicht wichtig genug. Gleiches gilt für meinen Sohn, er hat seinen Opa aus Italien nicht einmal gesehen wenn er hier in Deutschland ist dann besucht er meine Brüder und deren Kinder (bei meiner Nichte und meinem Neffen ist er extra zur Taufe usw. angereist, Marius Geburt war ihm noch nichtmal eine Karte oder ein Anruf wert ...) er müsste 2 Stunden mit dem Auto weiter fahren und er wäre hier, aber dafür reicht das Geld dann nicht mehr oder die Zeit fehlt oder oder oder. Gut ok, es tut weh weil er ein Teil von Marius Familie ist aber mittlerweile sehe ich auch das gute daran der Kontakt mit einem Arschloch bleibt meinem Sohn erspart und die Erfahrunge in so jungen Jahren auf falsche Versprechungen reinzufallen und Gefühle für jemanden zu haben die jederzeit mit Füssen getreten werden auf die kann er auch verzichten. Ich erzähle ihm aber nie was schlechtes über seinen Opa aust Italien. Ich glaube wenn er meinen Sohn sehen würde und ihn mies behandeln würde, dann würde ich ihn eben in die Wüste schicken meinen Erzeuger.

Wie weit das bei Dir möglich ist kann ich nicht beurteilen. Bei mir ginge das halt weil da keine weiteren Leute dran hängen die sich dann einmischen würden oder meinen würden Partei zu ergreifen, das macht es eben einfacher.

Es ist auch als Erwachsene ein scheiß Gefühl was runterziehen kann, als Kind war es noch schlimmer da konnte ich das aber nicht einordnen. Wenn da einer gewesen wäre der sich mir und dieser von mir gefühlten Problematik angenommen hätte, würde mich das heute nicht mehr phasenweise echt runterziehen.

Als kannst Du Dein Kind nur bestärken das es toll ist wie es ist und das der andere eben Pech gehabt hat und wer nicht will der hat halt schon und weiß gar nicht was er tolles verpasst. Wie man das einem kleinen Kind erklären soll weiß ich natürlich nicht.

Aber als allererstes würde ich eben offen damit umgehen und entsprechende Person mit ihrem Verhalten konfrontieren und deutlich machen das es so nicht geht und dann eben den Kontakt auf das nötigste beschränken.

Also klar Stellung und Position beziehen. Deine Familie (Dich, Deinen Mann und Eure Kinder!) gibt es eben nur mit allen Kindern und fertig und grenzt man einen aus und behandelt ihn schlecht dann gibt es den Rest eben auch nicht.

 :-*
 

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pelα ღ

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #8 am: 11. August 2012, 20:31:37 »
Meine Cousine erlebt das seit Jahren im Bezug auf ihre Kinder und den Kindern ihres Bruders. Das schmerzt ...

Mittlerweile ist die Große soweit das sie es merkt und auch ausspricht in Gegenwart der Großeltern. Meine Cousine nimmt es so hin wie es leider ist.
Viele Grüße Pela


Fliegenpilz

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #9 am: 11. August 2012, 20:37:53 »
Danke für den sehr privaten Beitrag, liadan :)


Angesprochen habe ich es, ich bin ja nicht auf den Mund gefallen - Folge war, dass ich zwei Tage angeschwiegen wurde. War aber vielleicht auch besser, denn ich selbst war kurz vor dem Explodieren, habe heulend mit meinen Mann telefoniert und hätte die Kinder und mich am liebsten nach Hause gebeamt ...

... aber Fakt ist nunmal, dass es da nicht nur um mich, mein Kind & diese Person geht, sondern es gibt ein weiteres Kind von meiner Seite, welches nicht mit dieser Ablehnung leben muss - und es gibt weitere Menschen, die sich wochen- oder gar monatelang auf die gemeinsame Zeit mit den Kindern und mir freuen - und umgekehrt freuen wir uns ja ebenso.
Würde ich nun, wie es der erste Impuls verlangt, den Kontakt abbrechen bzw. auf ein Minimum reduzieren, dann bestrafe ich ja nicht nur diese eine Person ... sondern auch vier weitere Menschen, die dem Machtgerangel zwischen uns Erwachsenen unterliegen.

Ich hatte schon mal sechs Jahre keinen Kontakt zu meiner Familie, habe schon einmal sechs bzw. drei Jahre der Leben meiner Geschwister verpasst, ich habe mir schon einmal viele Frage anhören dürfen wieso ich so gehandelt habe, wieso ich sie im Stich gelassen habe, ob ich sie nicht liebe ... ich kann und möchte diese Verantwortung nicht noch einmal auf mich nehmen, denn ich liebe nicht nur meine Kinder, sondern auch meine Geschwister und diese haben ebenfalls ein Anrecht auf ihre Schwester & Nichten!

liadan

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #10 am: 11. August 2012, 20:48:46 »
Christiane ich weiß jetzt natürlich nicht wie alt die anderen Personen sind die auch darunter leiden würden, bei enem Rückzug, aber kannst Du nicht mit ihnen sprechen erklären was los ist und bei gemensamen Besuchen dann eben deutlich machen das diese entsprechende Person sich in den wenigen Tagen die ihr zu Besuch seid verpissen soll, um es mal deutlich auszusprechen.

Deine Geschwister können die nicht zu Euch kommen? Gibt es eine Option dafür? Oder könnt Ihr Euch auf neutralen Boden treffen ohne besagte Person? Sind wahrsciheinlich schon alles Überlegungen welche Du angestellt hast.

Also ich bin ja schon groß  ;) wenn mein Vater da ist und ich zufällig auch bei meiner Familie ist (was gott sei Dank erst einmal vorgekommen ist) wurde ich von seiten meiner Familie gebeten keinen Streit heraufzubeschwören oder stress zu machen, ich kann dann nämlich auch anders und würde eben allen die Zusammenkunft versauen. Ich konnte mich aber zurückhalten und habe das für meine Familie gerne gemacht. Marius gab es da noch nicht, ist also schon ewig her.  ;)

Wichtig ist eben das Du allen die Dir wichtig sind klar machst das sie Dir wichtig sind und das man nach neuen Möglichkeiten sucht das man sich treffen kann aber das Deine Tochter nicht leiden muss damit andere glücklich sind. Wahrscheinlich ist sie ja das schwächste Glied in der Kette und somit der situation hilflos ausgeliefert und wenn sie die Ablehnung direkt spürt dann kann sie das verunsicher oder sie glaubt irgendwann das sie schlecht ist und das sie schuld hat.

Ansonsten eben sagen das Du für die Zeit, die ihr da seid eben darauf bestehst das die andere Person nicht anwesend ist. Dann kannst Du die anderen haben und die anderen Euch und es steht derjenige draußen der nicht in der Lage ist alle gleich zu behandlen und zu respektieren. Vor allem finde ich es mehr als schäbig wenn man ein wehrloses Kind ausgrenzt und bewusst verletzt was gar nichts dafür kann das der ANDERE anscheinend ein Problem hat.

Sagt sich leicht ich weiß aber die Umsetzung ist wahrscheinlich schwierig.

Edit: mittlerweile würde ich aber, wenn ich wüsste er ist anwesend auf die Feierlichkeiten verzichten weil es mir nicht gut tut und wenn die anderen das nicht verstehen dann haben sie Pech gehabt. Da bin ich dann eben näher an mir und ich würde gleiches eben auch für Marius tun, allerdings verstehen meine Brüder das und stehen eben hinter mir, da gibt es keine Vorwürfe oder ähnliches und wie der Rest der Familie das sieht interessiert mich nicht. Was ich damit sagen will ist einfach das kommt eben darauf an wie verständnisvoll die anderen sind und ob es Möglichkeiten gäbe sich ohne besagte Person zu treffen.

nochmal Edit:
Christiane, Du kannst aber nicht die Verantwortung für alle tragen, Du musst im Sinne des schwächsten Giledes in der Kette handeln. Was sagt denn Dein Mann dazu?
« Letzte Änderung: 11. August 2012, 21:00:08 von liadan »
 

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Fliegenpilz

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #11 am: 11. August 2012, 21:05:16 »
Meine Mutter & ich haben von je her sehr unterschiedliche Ansichten bzgl. Erziehung, aber bisher war es nie ein Problem. Sie erzieht ihre Kinder, ich respektiere es. Ich erziehe meine Kinder, sie respektierte es.

Nun waren wir 12 Tage zusammen, das erste Mal so lange seit Delia auf der Welt ist und dementsprechend bekam sie natürlich auch erstmalig einen genaueren Einblick in unser Familienleben bzw. hat die Kinder zusammen und einzeln über längere Zeit bei sich gehabt.

Sätze wie "Die tyrannisiert dich und weiß es ganz genau", Vollbremsungen mit dem Auto damit das Kind vor Schreck das Weinen vergisst & "Ich beschäftige mich lieber mehr mit Ljiljana damit Delia nicht denkt hier dreht sich alles nur um sie" waren an der Tagesordnung.

Mit Delia wird geschimpft weil sie einen Becher umstößt, passiert dasselbe einem Erwachsenen ist es kein Kommentar wert, denn "derjenige wischt es ja selbst auf". Ich wische den Dreck meiner Kinder auch selbst auf, da muss niemand anders für auf Knien rumrutschen und ich gestehe einer 2jährigen innerhalb von 12 Tagen ein einmaliges Missgeschick zu.

Ich habe in den jeweiligen Situationen so reagiert wie ich es für angemessen halte und ich habe es auch unterbunden, dass sie mit den Kindern (generell, nicht nur mit einer von beiden!) schimpft, das sie versucht mein Kind innerhalb von drei Tagen umzukrempeln & das das andere Kind nicht bevorzugt behandelt wird.

Die Kinder lieben ihre Oma, die Kinder lieben ihre Tanten (liadan, sie sind 6 & 9. Die 15jährige kommt auch alleine her, aber für die Kleinen ist eine Strecke von fast 600km einfach zu weit). Ich bestrafe ja nunmal nicht nur eine Person damit, wenn ich den Kontakt komplett unterbinde und ich kann meine Mutter schlecht aus ihrem eigenen Haus verweisen (wobei mir danach war :P).

Einiges hätte wesentlich entspannter laufen können wie z.B. die Autosituationen. Wenn es mir dann allerdings so ausgelegt wird als wenn ich das Kind bevorzuge, dann hat es einfach keinen Sinn - wenn ich gefahren bin und meine Mutter meinte motzen zu müssen, dann habe ich ihr auch die Option des Fußweges gegeben, denn mich stört das Weinen nicht beim Fahren und wenn einer konzentriert sein muss, dann der Fahrer - nicht der Beifahrer! Eher lenkte mich das Gemecker ab als das Weinen (das kenne ich nämlich)

(Kleine Erklärung: Delia hasst das Autofahren. Nicht das Autofahren an sich, sondern das was nunmal dazu gehört ... Anschnallen! Für Kurzstrecken ist es absolut kein Problem, bei längeren Strecken neigt sie zu Panikanfällen. Es gibt da die Option sie einfach Weinen zu lassen, ab und zu das Bein zu streicheln um mitzuteilen das man da ist - oder so zu fahren, dass sie direkt einschläft. Spricht man sie zu sehr an bzw. meckert sie an, dann steigert sie sich rein bis zum Erbrechen & Bewußtlosigkeit.
Sie mag generell keine Enge, da ist ein Autositz natürlich eine Strafe. Wir haben uns damit arrangiert, wir wissen damit umzugehen, wir kommunizieren das natürlich auch wenn der Anlass gegeben ist ... aber Vollbremsungen, Schreierei vom Beifahrersitz und Drohungen sind da absolut kontraproduktiv und führen eher zu Rückschritten :-\)

Martina

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #12 am: 11. August 2012, 21:19:13 »
Christiane s-druecken Auf jeden Fall würde ich dir für weitere Besuche ein Hotel oder eine Pension empfehlen. Auch, wenn das dann teurer ist und vermutlich dazu führ, dass ihr die Familie seltener seht.

Bei uns war es so, dass meine Mama meinen Neffen extrem bevorzugt hat. Franziska war immer die "Böse". Mir tat es immer so weh, aber ich konnte halt einfach gehen, wenn es mir zuviel wurde. Wieviel Franziska mitbekommen hat, weiß ich nicht, vermissen tut sie ihre Oma aber nicht wirklich. Von Anfang an nicht.  :-[
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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #13 am: 11. August 2012, 21:24:53 »
Oh je Christiane, das tut mir leid, dass euer Urlaub von solchen Sachen überschattet war... s-druecken

Mein Vater und seine Frau wären (sind) da leider auch so...
Sie haben ja (bisher) nur ein Enkelkind, aber ich bin mir sehr sicher, würde ich 10 Kinder durcheinander laufen lassen - mein Vater würde Jonas nicht erkennen - wohl aber den Sohn meiner Cousine.

Neulich waren wir im Biergarten, dort gibt es einen tollen Kinderbereich mit Sandkasten.Jonas hat voller Freude eine "Kugel Erdbeereis" aus Sand gemacht, sie freudig meinem Vater gebracht, und kurz vorm Ziel leider verschüttet. Seine Frau zog die Augenbrauen hoch und meinte nur "Als hätte die Frau hier nicht schon genug zu tun"!

Jonas schaute ganz geknickt, GsD hat meine Schwester die Situation schnell gerettet und den Kleinen mit zum Sandkasten genommen, um neues Eis zu machen.

Bisher liebte Jonas seinen Opi sehr, obwohl er ihn kaum kennt (wir wohnen ganze 20 km auseinander). Jetzt habe ich das Gefühl, er zieht sich immer mehr zurück - als würde er spüren, dass er nicht wirklich akzeptiert wird...

Bei euch ist es natürlich schwierig, es ist Deine Mutter, da sind Deine Schwestern - ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht, was ich an Deiner Stelle tun würde. :-\
 

*Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben:
  Die Sterne der Nacht
  die Blumen des Tages und
  die Augen der Kinder*   (Dante Aligheri)

Nipa

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #14 am: 11. August 2012, 21:34:45 »
Ein schwieriges Thema. Und ich finde Kontakt abbrechen sagt sich immer so leicht.
Ich habs ja schon oft genug gesagt. Meine Eltern rauchen - finde ich nicht toll. Aber deshalb nicht mehr hingehen - no way.

Wir hatten vor der Geburt von Nr. 2 grosse Angst was dieses Thema betraf.
Bei uns entschärfte sich die Situation, weil es eben kein heissgewünschtes  s-:) Mädchen war. Und somit herrschte zumindest an der Geschlechterfront Gleichstand.

Dadurch war es aber so: Nr. 2 war "langweilig". Kannte man ja alles schon.
Und wenn dann wurde mehr Nr. 1 gewollt.
Aber: Wir haben dem einfach aktiv entgegengewirkt und gesagt: Beide oder keiner.
Oder eben mal ganz bewusst nur den KLeinen abgegeben.
Und der hat sich mittlerweile seine "Lücke" gefunden und wird auch ganz toll gefunden.

Ich denke bei Euch liegt das Problem schon in der Entfernung.
Man sieht nur "Momentaufnahmen" und das trügt doch sehr.

Zum Thema schimpfen: Dürfen die Grosseltern bei uns, sollen sie sogar.
Das ist bei uns aber auch gerecht verteilt.

Bei uns ist der Kleine wahrlich oft ein Terrorzwerg. Er ist in seinem "dagegen" einfach enorm ausdauernd, so dass der Grosse ihm schon mal was "zum Trost" bringt, weil ihn das Geplärr nervt. Wir versuchen da alle mit klarzukommen. Und ja, das erwarte ich auch von Grosseltern. Meine Mutter hat ihn auch schon mal heulend auf dem Gehweg liegen gelassen weil er so zornig war, dass nichts mehr ging. Und siehe da - es klappte wieder, er hat sich dann in den Arm nehmen lassen und gut wars.

Ich würde einfach nochmal sagen dass jedes Kind eben anders ist und Du DIr wünscht dass alle Kinder willkommen und ihren Bedürfnissen entsprechend angenommen werden.
Ansonsten die Besuche einfach auf ein Minimaß reduzieren - das hilft bei uns ganz gut.



Fliegenpilz

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #15 am: 11. August 2012, 21:38:32 »
Das Schimpfen generell sehe ich nicht als Problem, natürlich dürfen die Großeltern das auch wenn es die Situation ergibt - aber es darf halt nicht mit zweierlei Maß gemessen werden.

Beruht nun nicht auf wahrer Begebenheit, aber es ist nun ein Unterschied ob ich sage
"Nimm bitte deine Finger jetzt endlich weg von der Stereoanlage!" im meckernden Tonfall oder ob ich jemanden entgegen polter "Lass deine Drecksgriffel von der Stereoanlage, Du A*rsch" ;)
(Aber ich bin mir sicher, dass du genau das meintest! :))

Ja, die Entfernung erschwert vieles. Aber das ist nicht auf meine Mist gewachsen. Sie musste dorthin ziehen. Nicht ich. Und es ist auch nicht das erste Mal, dass sie sich so weit von mir entfernt (räumlich) - und damals habe ich den Kontakt abgebrochen.

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #16 am: 11. August 2012, 21:39:34 »
Liebe Christiane,

ich kann leider jetzt nicht so ausführlich schreiben wie ich gerne würde... Ich kann Deine Gefühle ggü. den jüngeren Geschwistern voll nachvollziehen, wie Du weißt hab ich selbst auch drei davon und auch die Sache mit jahrelangem Kontaktabbruch hab ich durch. Eine Ungleichbehandlung habe ich selbst an mir auch schon erfahren bzw. tue dies bis heute.

Ich bin für mich zu dem Ergebnis gekommen, dass meine Kernfamilie, meine Kinder mir das allerwichtigste sind - sollten sie verletzt oder sonstige geschädigt werden, dann ergreife ich jede Maßnahme, die nötig ist, um dies zu unterbinden und meine Kinder zu schützen. Die größte Verantwortung habe ich meinen Kindern gegenüber, ich kann nicht immer Rücksicht auf meine Geschwister nehmen, meine Mäuse gehen einfach vor. Man kann einfach nicht für alle verantwortlich sein - auch, wenn man sich so fühlt. Das ist so meine Erkenntnis. Ist nicht immer leicht, ich muss mir das auch immer wieder sagen.

Und was Du da beschreibst ist ja nun wirklich keine kleine Ungleichbehandlung...

Zaubi

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #17 am: 11. August 2012, 22:01:11 »
Hallo,

es ist echt ne schwierige Situation bei dir, die auch wirklich weh tut.

Hier bei uns war es Desinteresse, an mir und dem Kleinen, für die Große wurde schon immer alles gemacht! Für den Kleinen hatte man Pflichtbesuche übrig, so alle 4 Wochen mal. Was ich auch krass fand, dass mein Kleiner auf der selben Stufe stand wie der Hund  :o.
Naja, mir tat das weh, ich habs nicht ertragen und den Kontakt abgebrochen, das tut auch weh, aber es kommen keine neuen Verletzungen mehr dazu.
Die Große hat weiterhin Kontakt, allerdings habe ich das etwas eingeschränkt, da kam nämlich JEDES We die Anfrage, ob sie nicht vorbeischauen möchte... ich wollte schon, dass sie Freunde hat und mit denen mal was unternimmt... also darf sie alle 4 Wochen hin, was telefonisch, per Email usw. läuft weiß ich nicht, ist auch besser so!!

Hach es wäre so schön wenn es einfach wäre  s-:)!

LG Zaubi

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #18 am: 11. August 2012, 22:45:13 »
Erstmal zur EIngangsfrage...

Ja ist hier auch so. Zumindest nach meinem Empfinden. Aber es ist nicht das Lieblingskind, sondern das Kind was gerade am besten "mitspielt" wenn Sie zu Besuch sind oder wir dort sind. Es sind meine Schwiegereltern.
Ich lasse mal Fred außen vor, da er noch nicht "mitspielt" bei diesem Spiel. Babybonus würde ich mal sagen.  ;D
Das läuft dann oft so ab: Also E. du musst schon schauen, H. kommt aber gerne kuscheln zu Opa. Wenn du das nicht machst kommen wir aber nicht gern zu dir. Aber genau so ist es auch anders herum. H. spricht aber nicht so gut, E. war aber viel besser und weiter.
Sie können auch absolut nicht akzeptieren das ich 2 unterschiedliche Mädchen habe. UNd gerade das liebe ich so sehr an meinen beiden Mädels. Unterschiedliche Charaktäre, unterschiedliches Temprament. Sie passen halt dann nicht zusammen ins Schem F für meine Schwiegereltern.
E. bekam zum Zeugnis ein Geschenk, was in meinen Augen doch ein wenig to much war, gut wegen mir, aber H. guckte in die Röhre auf gut deutsch. Fand ich doof. Ich war dann mal wieder in Erklärungsnot warum sie "nur" ein Heft bekommt und E. aber ein DS-Spiel und ein Heft. E. bekommt ihren Rietunterricht bezahlt. E bekam den Schwimmkurs bezahlt. Da haben wir aber das Geld geteilt und beiden jeweils die Hälfte zugesprochen. H. geht ab Ende August in den Musikkurs da wird nicht gefragt ob sie was dazu geben können. Es ist ja nicht E.

ch finde es nicht verwerflich wenn man ein Lieblingsenkelkind hat. Wieso auch nicht. Aber das sollten nicht die Kinder merken.

Ich war ja auch lange Kontaktlos zu meiner Mama. Und war ja im sselben Zeitraum wie du, 8 Tage dort. Es war ganz anders wie bei dir. Ich bin meiner Mama für viele Gespräche, die oft nur kurz waren, so dankbar. Ich habe tolles Input bekommen in Sachen Erziehung. Aber wir ticken auch gleich. Vielleicht ein großer Vorteil. Sie darf natürlich meine Kinder schimpfen. Aber ich weiß auch zu 100% in welchem Rahmen so etwas läuft.

Was Deine Mama gemacht hat ist völlig indiskutabel. Ich wäre sicher ein paar Tage eher heim gefahren. Nein den Kontakt würde ich auch nicht abbrechen. Du weißt selber wie man doch auf eine Art darunter leidet. Nein das solltest du nicht machen. Ich bin selber so froh meine Mama wieder zu haben und auch das sich die andere Geschichte wieder regelt (:D). Aber vor Deinem nächstem Besuch einfach klar stellen das du nach wie vor die Mutter bist und so lange du dabei ist sie sich bitte solche Eingriffe in die Erziehung sparen sollte. Sie kann ja gerne gewisse Dinge die ihr Missfallen in einem 4 Augen Gespräch mit dir klären. Aber niemals vor den Kindern. Und ich würde ihr auch sagen das es dir wichtig ist das die Kinder gleich behandelt werden. Vielleicht sind 12 Tage einfach zu lange. ;) Für uns, also mich und die Kinder, waren die 8 Tage ausreichend. Die Kinder wollten ihren Papa wieder, zumindest die Mädels, und ich meinen Mann.
Dann fahr lieber 3* etwas kürzer hin. 

Wenn du von Mama Netti wieder da bis müssen wir doch mal darüber quatschen. :-*

Steffi

Fliegenpilz

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #19 am: 11. August 2012, 23:12:15 »
So mit Abstand liest es sich ein wenig so als wenn Delia ein Tyrann ist, aber das ist wirklich nicht so.
Sie ist sehr liebenswert und wer es moechte, der kommt auch sehr gut mit ihr klar. Man darf sie einfach nicht mit Ljiljana vergleichen, die beiden Maedchen sind so unterschiedlich vom Charakter her. Delia ist ein eigener Mensch und keine Kopie ihrer Schwester.

Es ist mit Ljiljana einfacher, ohne Frage. Sie passt sich der Umgebung einfach an, sie ist ein geseliiger Gruppenmensch, der auch gerne die Fuehrung abgibt und gar nicht auffallen moechte in der Masse.
Delia hingegen ist eher der Typ Einzelkaempfer, mit dem Kopf durch die Wand und absolut kein Mitlaeufer, sondern hat eine sehr standfeste Meinung, die sie einem bei Bedarf auch darlegt.
Bestimmt liegt der erste Typ eher der Mehrheit, aber aendern kann man es nunmal nicht und reinpressen in das "Lieblingsbild" ebenfalls nicht.

Ein Kontaktabbruch kommt fuer mich nicht in Frage, nichtmals in einer Impulshandlung. Ganz ab von meinen Geschwistern wuerde ich damit auch Ljiljana und ja auch mich bestrafen. Es muss ein Kompromiss her und da ich naechsten Monat fuer einen Tag ohne Kinder dort sein werde, werde ich es noch einmal ansprechen. Ich kommentiere bzw. pfusche auch nicht in ihre Erziehung. Es ist auch nicht schlecht, aber halt anders als wir es fuer unsere Kinder wuenschen.
Da ich gewiss genug eigene Fehler mache, muss ich nicht noch die Unarten von anderen uebernehmen ;-)
« Letzte Änderung: 11. August 2012, 23:16:48 von Christiane »

Cecalein

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #20 am: 11. August 2012, 23:22:40 »
.
« Letzte Änderung: 23. August 2012, 09:51:16 von ʏαмι »

LILA

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #21 am: 11. August 2012, 23:54:34 »
Ich wollte dir einfach sagen, dass ich es sehr schade finde. Ich hoffe du findest einen Weg, der für euch alle eine Verbesserung bringt.



Mondlaus

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« Antwort #22 am: 12. August 2012, 05:03:48 »
Ist ja echt unmöglich, dass es sowas überhaupt gibt s-nein Erwachsene Menschden sollten soweit reflektieren können. Vielleicht meint sie es ja tatsächlich gut und versteht das Problem nicht. Trotzdem müsste sie dann auf dich als Mutter hören, wenn es dir nicht passt. Wenn sie die Ohren auf Durchzug stellt, ist natürlich blöd.

Wenn Kontakt abbrechen und Reden nichts nützt, dann würde ich wenigstens in Akutsituationen einfach dagegensprechen. Sprich, sie motzt das Kind an, sag dem Kind gleich: Das ist nicht in Ordnung, sie hat nicht Recht.
Bin mir nicht sicher, ob das so in Erziehungsratgebern empfohlen würde, aber das würd ich intuitiv machen.
Kind 2011
Kind 2014
...

Fliegenpilz

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Antw:Ablehnung in der Familie
« Antwort #23 am: 12. August 2012, 09:15:30 »
Bösen Willen unterstelle ich ihr auch nicht - und ich widerspreche da ja auch klar & deutlich. Es ärgert mich nur ein wenig, dass es nicht fruchtet :-\

Nipa

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« Antwort #24 am: 12. August 2012, 09:37:41 »
Also ich kenn das. Ich glaub bei uns ist die Charaktersache ähnlich. Und im Vergleich zum Kleinen ist der Große ein Laemmchen.

Bei und reißt es halt der staendige Kontakt raus, weil so auch die liebenswuerdigen Seiten deutlich präsenter sind.
Vielleicht kannst Du da den Kontakt auch mal hindirigieren?
Klingt blöd, aber eben auch mal die Schokoseite ins Licht ruecken.

Meine Schwiemu hatte letzte Woche auch mal nur den Kleinen und war dann ganz begeistert.



 

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