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Rikke

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« am: 31. Januar 2012, 10:57:33 »
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« Letzte Änderung: 17. März 2012, 08:33:29 von Rikke »

Pinky

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Antw:Bitte hilft mir Tochter in Pubertät
« Antwort #1 am: 31. Januar 2012, 11:10:31 »
Hallo,

also ich weiss jetzt nicht sofort einen Rat, wollte aber nicht wegklicken. Was ich nicht verstanden habe, warum hast Du die Kleind damals (mit 2, wo ihr euch getrennt habt??) nicht zu Dir genommen bzw bekommen? Nur weil Du Ungarin bist, verstehe ich jetzt nicht!

Was erwartest Du jetzt hier für eine Hilfe?

Helfen kannst Du ihr nur, wenn sie bei Dir ist und ich denke mal, dass sie jetzt in der Pupertät ganz dringend Halt braucht, sonst geht es nämlich in schiefe Banen. War sie schonmal in Urlaub bei Dir in Dänemark? Habt ihr genug Platz dort, so dass sie ihr eigenes Zimmer bekommen kann?

Ich würde sie in Ferien einladen, ihr eine schöne Zeit machen und ihr dann vorschlagen bei Dir zu bleiben, notfalls auch gegen ihren Willen (sie muss ja mit 15 noch bei Dir bleiben, denn wenn ihre Oma und ihr Vater keine Kontrolle mehr haben und sie macht, was sie will, ist das ja nicht ok für sie.
Das ist meine spontane Idee, wobei bei so einem komplexen Fall ja man kaum was kennt....
Pinky mit Wunschprinz 12/2005 und Wunschprinzessin 05/2009


Rikke

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« Antwort #2 am: 31. Januar 2012, 11:31:57 »
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« Letzte Änderung: 17. März 2012, 08:33:58 von Rikke »

Pinky

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Antw:Bitte hilft mir Tochter in Pubertät
« Antwort #3 am: 31. Januar 2012, 11:45:03 »
Das tut mir leid, dass Du so hintergangen worden bist, das war sicher eine harte Zeit für Dich!

Was sagt sie denn jetzt? Sie will nicht für immer zu Dir? Oder wo ist jetzt genau Dein Problem oder Deine Frage, wie kann man helfen?

Ich kann mich nur wiederholen, es ist ganz wichtig, dass sie jetzt in der Pubertät HALT hat und zwar bei ihren Eltern, sonst geht es berg ab, aber das weisst Du sicher! Und wie gesagt, da würde ich auch notfalls sie gegen ihren Willen holen (bzw will sie bei ihrer Oma und ihrem Papa denn bleiben oder dort auch nicht?), denn wenn sie sich wohlfühlt im neuen Land und sie Dich und Deinen neuen Partner auch gerne mag, und nur nicht will weil sie 'kalte Füsse' bekommt, würde mir das nicht reichen als Mutter, da solltest Du eigentlich auch genug Einfluss haben, sie da überzeugen zu können!
Pinky mit Wunschprinz 12/2005 und Wunschprinzessin 05/2009

Rikke

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« Antwort #4 am: 31. Januar 2012, 11:53:53 »
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« Letzte Änderung: 17. März 2012, 08:34:25 von Rikke »

Pinky

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Antw:Bitte hilft mir Tochter in Pubertät
« Antwort #5 am: 31. Januar 2012, 14:10:03 »
Ich habe da leider keine Erfahrung, hoffe Dir hilft hier jemand, ich weiss nur noch aus eigener Erfahrung (scheidung der eltern als ich 14 war), dass man da Halt braucht  ;)

Du schaffst das schon!  :-*
Pinky mit Wunschprinz 12/2005 und Wunschprinzessin 05/2009

Coney

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Antw:Bitte hilft mir Tochter in Pubertät
« Antwort #6 am: 31. Januar 2012, 20:32:59 »
Hallo,

meine Kinder sind noch klein und ich kann daher nur aus meiner Sicht schreiben. Meine Eltern haben sich über ein Jahrzehnt einen Sorgerechtsstreit geliefert, ohne, dass sie mich nach meiner Meinung gefragt haben. Von meinem Vater, bei dem ich nie gelebt habe, hätte ich mir gewünscht, dass er mir das Gefühl gibt, ich interessiere ihn und er ist für mich da.

Daher würde ich wohl an Deiner Stelle erstmal Deine Tochter ansprechen auf ihre Probleme. Ich würde ihr sagen, dass Du von Oma von der Sache mit dem Alkohol etc. erfahren hast - hier würde ich erst einmal nachfragen, ob das denn stimmt. Gib ihr das Gefühl, dass Du sie sehr ernst nimmst, sie ist ja immerhin mit 15 Jahren schon eine junge Frau. Zeig ihr, dass Du für sie da bist und mit ihr gemeinsam eine Lösung für die Probleme suchen möchtest.

Ich würde sie in alles mit einbinden und sie nicht überfahren mit einem "wir holen Dich zu uns" - respektiere sie und ihre wünsche und vermittle ihr das auch so. Wie gesagt, ich würde sie erst mal mit den Problemen konfrontieren, sag ihr, dass Dir dies und das zu Ohren gekommen ist und Du offen mit ihr darüber sprechen möchtest, weil sie ja schließlich kein Baby mehr ist.

So würde ich mir das glaub ich als Tochter wünschen.

scarlet_rose

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Antw:Bitte hilft mir Tochter in Pubertät
« Antwort #7 am: 02. Februar 2012, 10:30:08 »
Ich würde hin fahren. Nimm dir 1-2Wochen Urlaub und fahre hin.
Die Oma hat sich ja hilfesuchend an dich gewandt, also wird sie sicher bereit sein, euch auf dem Weg eine Lösung zu finden zu unterstützen.
Dann kannst du dich in Österreich an das Fürsorgeamt wenden und zusammen mit deiner Tochter, der Oma und allen Beteiligten eine Lösung finden.

Ich würde das nicht über Skype klären, denn die Distanz und damit verbundene Entfremdung macht ein ausführliches Gespräch und Auseinandersetzen sehr schwer.

Wenn du hin fährst, zeig ihr, dass du dir Sorgen und Gedanken machst. Sprich mit ihr über alle Möglichkeiten die sie bei dir hat, aber auch, welche sie in Österreich hat.
Geh auf ihre Wünsche, Ängste und Sorgen ein und zeig ihr, dass du sie ernst nimmst.

Ich denke eine Lösung zu finden ist am einfachsten, wenn alle beteiligten zusammen an einem Tisch sitzen und vor Allem ohne Distanz, denn da geht so vieles verloren.

zuz

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Antw:Bitte hilft mir Tochter in Pubertät
« Antwort #8 am: 02. Februar 2012, 12:06:32 »
Ich schließe mich Scarlet an.
Außerdem würde ich mir glaub ein wenig professionelle Unterstützung holen. Ich glaube, dass keiner hier direkt in Deiner Situation war und dass es da einige Besonderheiten gibt, die normalerweise bei Jugendlichen in dem Alter nicht auftauchen. Da würde ich mir schon ein wenig Rat holen.
Ansonsten ist es schwer, pauschal zu raten - die Grundregeln wirst Du eh kennen (z.B. REspekt, klare Regeln mit klaren Konsequenzen, Freiraum und Pflichten ausgewogen etc.) ABer das hilft Dir ja nicht weiter.
Du sagst in den Ferien ist alles gut - ja sicher, da hat sie ja auch wenig Pflichten und die sind auch so kurz, dass man sich mal anpassen kann, auch mit 15. Schwieriger wird es ja erst im Alltag.
Du sagst auch, es gab schon mal Probleme, Ihr wusstet nicht so recht, wie Ihr mit ihr umgehen solltet. Daher nochmals der Rat, eine ERziehungsberatung einzuschalten.
Und: Ehrlich gesagt sind ihre Probleme (Alkohol, schlechte Noten, frech sein) jetzt nicht so ungewöhnlich mit 15. Ich bekomme da schon ein ungutes Gefühl, wenn sie jetzt für ein relativ normales Verhalten nicht einfach ein wenig gemaßregelt, sondern gleich abgeschoben werden soll, noch dazu in ein ganz anderes Land  :-[. Wie muss denn das für sie wirken? Wenn ich einen FEhler mache, wenn ich das tue, was meine Freunde auch dauernd machen, dann bin ich so schlecht, dass Papa und Oma mich nicht mehr wollen?  :-X Und dann kommt sie zu Dir und wird zu 99% feststellen, dass es bei Dir auch nicht besser läuft - nicht weil Du schlecht erziehst, sondern weil in dem Alter einfach solche Probleme üblich sind, zumal, wenn sie eine nicht ganz einfache Kindheit hatte. Und dann? Schickst Du sie dann wieder zurück? Kommt sie in ein Heim? Ganz ehrlich, eigentlich sollten die Probleme möglichst vor Ort gelöst werden!

Rikke

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« Antwort #9 am: 03. Februar 2012, 08:53:29 »
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« Letzte Änderung: 17. März 2012, 08:34:50 von Rikke »

zuz

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Antw:Bitte hilft mir Tochter in Pubertät
« Antwort #10 am: 04. Februar 2012, 21:04:40 »
Daumen drück ich gerne. Aber "ein neues Leben anfangen", das geht einfach nicht. Sie bleibt sie, mit allen ihren Problemen, egal wo sie wohnt. Klar wird es die ersten Wochen anders laufen, einfach weil die Umgebung neu ist. Aber Probleme löst ein Umzug exakt null. Im Gegenteil, sie wird aus ihrem vertrauten Umfeld rausgerissen, hat kaum echte Bezugspersonen. Das wird ihre Probleme eher noch verschärfen. Außer, Du kümmerst Dich um eine echte Beratung.

hallihallo

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Antw:Bitte hilft mir Tochter in Pubertät
« Antwort #11 am: 03. März 2012, 18:06:49 »
Ich stecke im Moment in einer ähnlichen Situation.Allerdings ist mein Sohn schon 18 und da wirds dann noch schwieriger.Zwingen konnten wir ihn nicht zu mir zu ziehen,er ist jetzt vor 4 Wochen freiwillig gekommen,weil kein Geld mehr und keine Wohnung (beim Vater ist er rausgeflogen im Herbst,die Oma wo er gewohnt hat seit dem 8ten Lj ist im Juni gestorben).
Wie du sie zu dir bekommst, müßt ihr selber entscheiden,aber "sanft" wird das so oder so nicht gehen,weil sie nicht ohne weiteres aus ihrem alten Trott raus will.
Ich denke,das es wichtig ist,das der Vater und die Oma mitspielen und eben auch notfalls erstmal den Buhmann machen (sprich..sie würden sie rauswerfen bzw. sie wird nicht mehr unterstützt).
Wende dich doch erstmal an ein Jugendamt.Vielleicht kann auch ein Sozialarbeiter erstmal ein Gespräch mit ihr führen und euch damit helfen.

 

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