SCHLAFEN / EINSCHLAFEN > SCHLAF-STÖRUNGEN

Baby gaehntSchlafstörungen - vor allem EINschlafstörungen sind die von jungen Eltern wohl am häufigsten rezitierten Schattenseiten des Mama- oder Papa-Daseins. Ob ein Kind schon mit 2 Monaten die Nacht durchschläft oder mit 16 Monaten noch nicht, läßt sich nie sagen.
Schläft das Kind nur unter hörbarem Protest ein, ist dies für alle Beteiligten eine schwierige Situation, die sich in vielen Fällen jedoch lösen läßt.

Sehr erfolgsversprechend (wenn auch von einigen Eltern abgelehnt) ist die folgende Methode aus den USA:
Hierbei läßt man das Kind nach einem genauen Zeitplan schreien, immer wieder unterbrochen von Aufwartungen von Mama oder Papa am Kinderbett, während denen man beruhigend und tröstend auf das Kind einredet, es streichelt und dann nach spätestens 2 Minuten wieder das Zimmer verläßt. Die zeitlichen Intervalle werden dabei immer größer bis das Kind schließlich einschläft.
Diese (vielen Eltern - besonders Müttern - herzlos erscheinende) Methode zeigt meist nach 3-7 Tagen schon die erhoffte Wirkung.


Wenig hilfreich ist allerdings meistens folgende Einschlaf-Variante:
Ein Elternteil trägt das Baby so lange durch die Wohnung, bis es glücklich und zufrieden einschläft, und legt es dann ins Bett.
Meist sind spontane nächtliche Unzufriedenheits-Kundgebungen das Resultat. Doch warum?

Die Antwort ist eben so simpel wie einleuchtend. Schläft das Kind in der geborgenen Umgebung bei Mama oder Papa ein, und wacht später alleine im Bett wieder auf muss das Kind folgende Situation verarbeiten: 1. Ich wurde alleine gelassen. 2. Ich bin nicht mehr (räumlich) da, wo ich gerade eingeschlafen bin. Diese doppelte Konfussion ist oftmals der Grund für nächtliches Lamentieren Ihres Babys.
Jeder Mensch wacht nachts ein paar mal auf; schläft aber ohne dies groß zur Kenntnis zu nehmen sofort wieder ein. Babys haben dies noch nicht gelernt. Es wurde inzwischen nachgewiesen, dass Babys die in ihrem Bett einschlafen, diese nächtlichen Wachphasen problemloser hinnehmen als ihre Altersgenossen, die in einer anderen Situation/Umgebung (z.B. auf dem Arm eines Elternteiles) eingeschlafen sind.



Denken Sie immer daran - jedes Kind ist ein ganz individuelles Wesen. So haben manche Babys und Kleinkinder in besonderen Situationen enorme Schlafstörungen und andere hingegen gar nicht. Beim Zahnen gibt es z.B. viele Kinder die alle paar Stunden ihre Eltern auf Trab halten weil es Ihnen durch den Schmerz einfach nicht gelingt in den Tiefschlaf zu kommen. Auch schwere Krankheiten oder psychische Ausnahmezustände (z.B. Probleme zwischen den Eltern) verursachen oft Wachphasen mitten in der Nacht. Auch in Zeiten der Änderung von Nahrung können sensible Kinder die Nacht zum Tag machen - sei es, dass das Kind von Brei auf feste Kost umsattelt oder das es schwer verdaulichere Inhaltsstoffe gegessen hat.

Weitere Probleme die Babys am Einschlafen hindern können sind:

  • Stress - auch Babys spüren wenn es nicht ganz rund läuft. Zudem sind Terminpläne mit einem Babykurs täglich auch nicht ideal um einem Kind die innere Ruhe zu verinnerlichen.
  • Temperatur - Falsche Schlafanzüge oder Schlafsäcke, die entweder zu warm oder zu kalt sind lassen ihr Kind frieren oder schwitzen - so schläft niemand gerne! - Zudem eine typische Quelle für Babys sich einen Schnupfen einzufangen.
  • Hunger - die richtige Menge der Ernährung ist das A und O. Zuviel oder zuwenig Milch kann schnell zu einem Hungergefühl oder Bauchschmerzen, bei einem zu vollem Magen führen.
  • Windel - Ist sie voll ? Na wer möchte so schon schlafen ?
  • Der richtige Zeitpunkt - Babys funktionieren nicht nach Zeitplan - manchmal möchten Sie früher schlafen manchmal später. Oft wird der richtige Moment verpasst, und ein übermüdetes Kind (so absurd das auch klingen mag) schläft meist viel schlechter ein.
  • Schmerzen - Wenn die Zähne einschießen oder durch das Zahnfleisch drücken, sind bei vielen Familien die Nächte sehr kurz. Andere Babys spüren Wachstums-Schmerzen sehr stark. Je nachdem ist an Schlafen einfach nicht zu denken! mit Schmerzen schläft niemand gut.


Eine Studie der Kinderklinik in Köln hat nachgewiesen, das 6-10 Jährige oft an Schlafstörungen leiden. Als Ursachen wurden emotionale Probleme, Fernsehen vor dem Schlafengehen (aufregende Filme), und schwere Abendmahlzeiten entdeckt.
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